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Datensicherung per Dateiversionsverlauf

19.06.2013 | 15:45 Uhr |

Die Sicherung von Daten ist leider noch immer eine eher seltene Tugend. Microsoft hat das schon mit Windows Vista erkannt und dort die Funktion „Vorgängerversionen wiederherstellen“ ins Rechtsklick-Menü von Dateien und Ordnern eingebaut.

Problematische Sicherung: Dieses automatische Backup von Nutzerdateien beruht auf der Technologie der Schattenkopien. Dies bedeutet, dass Windows mindestens einmal am Tag einen Systemwiederherstellungspunkt anlegt, sofern der Computerschutz für die einzelnen Partitionen aktiv ist („Systemsteuerung ➞ System ➞ Computerschutz“).

Windows 8: File History - Dateiversionsverlauf

Im Rahmen dieser Sicherung prüft Windows auch, ob einzelne Nutzerdateien seit der letzten Sicherung verändert wurden oder neu hinzugekommen sind, und sichert sie in diesem Fall im versteckten Ordner „System Volume Information“ auf der entsprechenden Partition. Genau diese Sicherung auf derselben Partition ist aber auch das Problem, denn sie bringt beispielsweise nichts, wenn die Festplatte ausfällt.

Wenn Sie ein NAS-Gerät haben, können Sie etwa bei Ihrem Windows-8-Notebook den Dateiversionsverlauf so einstellen, dass Ihre Daten regelmäßig auf dem NAS gesichert werden.
Vergrößern Wenn Sie ein NAS-Gerät haben, können Sie etwa bei Ihrem Windows-8-Notebook den Dateiversionsverlauf so einstellen, dass Ihre Daten regelmäßig auf dem NAS gesichert werden.

Besser gelöst in Windows 8: Mit Windows 8 hat Microsoft diese Funktion deshalb deutlich verbessert. Sie finden sie jetzt in der Systemsteuerung unter „System und Sicherheit ➞ Dateiversionsverlauf“. Standardmäßig ist sie inaktiv. Wenn in Ihrem PC oder Notebook nur eine Festplatte verbaut ist, müssen Sie entweder ein Netzlaufwerk auswählen oder eine zweite interne oder externe Festplatte wählen, um die Funktion aktivieren zu können. Was der Dateiversionsverlauf genau sichert, steht jedoch leider nirgends. Tatsächlich werden die Inhalte der Bibliotheken (Bilder, Dokumente, Musik und Videos) gespeichert – und darüber hinaus die Dateien auf dem Desktop, die Favoriten des Internet Explorers sowie die Kontakte.

Klicken Sie auf „Erweiterte Einstellungen“. Hier können Sie die Frequenz der Sicherungen einstellen. Anstatt „Jede Stunde“ wählen Sie hier „Alle 3 Stunden“ oder „Alle 6 Stunden“ – das sollte ausreichen. Bei der Aufbewahrung gespeicherter Versionen sollten Sie auf „6 Monate“ umstellen, um nicht unnötig viele Daten anzusammeln. Dann klicken Sie auf „Änderungen speichern“. Anschließend klicken Sie auf „Einschalten“, um die Funktionen zu aktivieren.

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