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Daten und Programme richtig organisieren

20.01.2015 | 14:31 Uhr |

Ein Image-Programm wie Macrium Reflect ist die beste Windows-Versicherung. Voraussetzung ist, Daten und Programme auf der Festplatte richtig zu organisieren.

Diese Programme brauchen Sie: Macrium Reflect , gratis, für Windows Vista, 7 und 8, Easeus Partition Master , gratis, für Windows Vista, 7 und 8

Wer am Rechner häufig Sachen oder Tools ausprobieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten, sein System bzw. seine Testumgebung einzurichten und zu verwalten: Virtueller PC, Multiboot-System und das Arbeiten mit Images sind drei Optionen, je nach Anwendungszweck lassen sie sich auch miteinander kombinieren. Images, also Systemabbilder gespeichert in einer Datei, bieten den Vorteil, dass keine Leistungseinbußen durch geteilte Hardware-Ressourcen entstehen, andererseits der administrative Aufwand verhältnismäßig gering ist – vorausgesetzt, man organisiert seine Daten und Programme auf der Festplatte bzw. SSD ein für alle Mal richtig.

Ein Image-Tool wie Macrium Reflect erstellt eine 1:1-Kopie einer Partition (oder der gesamten Festplatte). Unter Windows speichert man im Regelfall die C-Partition und stellt diese entweder im Notfall oder nach Abschluss eines Tests aus der Image-Datei wieder her. Dabei wird die gesamte Partition mit den ursprünglichen, gespeicherten Daten der Sicherungsdatei überschrieben, alle zwischenzeitlichen Änderungen also gelöscht.

Eine Sicherung der Daten ist empfehlenswert: Was einerseits Sinn und Zweck des Imaging ist, birgt andererseits das Risiko, dabei wichtige Daten zu verlieren. Aus diesem Grund ist es bei Verwendung eines Image-Programms unerlässlich, die Speicherung von „Daten“ im eigentlichen Sinn richtig zu organisieren. Effizient und sicher ist es, die Daten von vornherein und automatisch auf einer weiteren (Daten-) Partition zu sichern, die vom Zurückschreiben der Sicherungsdatei nicht tangiert wird.

Eine oder mehrere weitere Partitionen lassen sich unter Windows mit der „Datenträgerverwaltung“ (Befehl „diskmgmt“ in der Ausführen-Zeile) oder über ein separates Partitionierungsprogramm wie Easeus Partition Master erstellen. Abgesehen von der Tatsache, dass die zusätzliche Partition meist die bestehende C-Partition verkleinert, ist in den Windows-Einstellungen aber noch nichts geändert.

Das ist aber wichtig, denn Windows 7 und 8.1 verwalten die Daten über „Bibliotheken“, eine Art virtueller Verzeichnisse für bestimmte Dateitypen, die mehrere physikalische Speicherorte umfassen können. Um den ursprünglichen, stets auf die C-Partition verweisenden Speicherpfad zu ändern, klicken Sie im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf eine der Bibliotheken links, beispielsweise auf „Bilder“. Wechseln Sie in das Register „Pfad“, klicken Sie dort auf „Verschieben“ und legen Sie im nächsten Schritt das Ziel fest: nämlich einen entsprechend benannten Ordner auf der Daten-Partition der Festplatte. Schließen Sie die Änderungen mit Klicks auf „Ordner auswählen > Übernehmen > Ja“ ab. Mit den übrigen Windows-Bibliotheken verfahren Sie analog.

Damit liegen alle zwischenzeitlich erzeugten Daten nicht mehr auf der Systempartition, die ja beim Zurückspielen des Images überschrieben wird. Kontrollieren Sie sicherheitshalber nochmals in den installierten Programmen, ob die Standardspeicherpfade den geänderten Bibliothekseinstellungen entsprechen: Je nach verwendeter Software müssen Sie gegebenenfalls noch das Speicherverzeichnis auf der Daten-Partition anpassen.

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