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So finden Sie das richtige Stativ

03.07.2014 | 09:31 Uhr |

Ein Stativ ist ein wichtiges Zubehör für Fotografen und vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen unerlässlich. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Gründe für den Einsatz eines Stativs gibt es viele. Meist machen schlechte Lichtverhältnisse und die daraus resultierenden langen Belichtungszeiten ein Stativ unerlässlich. Doch welches ist das optimale Modell für Sie?

Tragfähigkeit: Bei einem Stativ kommt es in erster Linie auf Stabilität an. Damit Ihre Kamera später auf dem Stativ nicht wackelt, muss dessen Tragfähigkeit ausreichen. Für eine Kompaktkamera mag beispielsweise ein Stativ ausreichen, das für 1 Kilogramm ausgelegt ist. Für Ihre Spiegelreflexkamera mit Telezoom, extra Batteriegriff und Blitz sollten Sie dagegen ein Modell wählen, das mit 5 und mehr Kilogramm klarkommt.

Material: Das Material spielt für die Stabilität eines Stativs eine große Rolle. So sind Aluminium-Stative zwar sehr leicht und preiswert, können aber schnell wackeln, wenn die Stativbeine zu dünn ausfallen - Aluminium leitet Schwingungen gut und ist relativ weich. Ebenfalls sehr leicht, aber um vieles teurer als Aluminium- sind Carbon-Stative. Carbon dämpft Schwingungen besser als Alu, ist aber anfälliger für Kratzer. Einen Kompromiss zwischen Alu und Carbon bilden Basalt-Fasern. Sie sind leicht und robust, dämpfen Schwingungen aber nicht so gut wie Carbon. Ein Stativ aus Holz dämpft ebenfalls sehr gut, ist aber meist schwer, und es besteht Bruch- und Splittergefahr. Auch der Preis ist recht hoch.

Richtig belichten - auch ohne Blitz

Höhe: Neben dem Material ist auch die maximale Höhe des Stativs entscheidend. Nehmen Sie hier Ihre Körpergröße als Ausgangspunkt. Normal großen Menschen sollte eine Stativhöhe zwischen 1,20 und 1,50 Metern reichen.

Ausführung des Stativs: Der Klassiker ist hier das Dreibein-Stativ (Tripod). Es steht dank anpassbarer Beine sicher auf jeder Art von Boden. Zudem haben Sie beim Kauf die größte Auswahl. Einbein-Stative sind nicht so stabil wie Tripods, dafür aber sehr leicht und flexibel beim Standortwechsel. Auch lassen sie sich meist weit ausfahren, so dass Sie sich zum Fotografieren nicht bücken müssen.

Sonderformen unter den Stativen bilden die oft günstigen Tisch-Stative (Bild), die sehr kompakt und daher flexibel einsetzbar sind. Allerdings eignen sie sich oft nicht für schwerere Kameras. Stative mit biegbaren Beinen, Saugnäpfen oder Klemmen lassen sich auch an ungewöhnlichen Positionen anbringen.

Stativkopf: Der Teil, an dem man die Kamera befestigt, ist der Stativkopf. Hier unterscheidet man zwischen Kugelköpfen, die sich in alle Richtungen schwenken lassen, und Neigeköpfen, die nur horizontale und vertikale Bewegungen zulassen. Zwar sind Kugelgelenke schneller justierbar, die präzisieren Einstellungen sind jedoch mit Neigeköpfen möglich.

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