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Netzteil-Kauf - darauf müssen Sie achten

21.04.2009 | 08:55 Uhr |

Sie brauchen ein neues Netzteil – als Ersatz für Ihr bisheriges oder weil Sie einen PC selbst bauen wollen. Der Markt für diese Stromlieferanten ist jedoch unüberschaubar, und Sie wissen nicht, wie Sie das passende Netzteil ermitteln sollen. Wir helfen Ihnen weiter.

Tipp:
PCs einiger Markenhersteller, beispielsweise von HP, Dell oder Fujitsu Siemens, sind häufig mit speziellen Netzteilen und nicht standardgemäßen Gehäusen ausgestattet. Hier können Sie nur ein Original-Ersatzteil einbauen. Die Masse der anderen PCs aber ist mit einem ATX-Gehäuse ausgestattet, in das ein Netzteil nach den Spezifikationen ATX 2.0 oder ATX 2.2 von den Abmessungen her auf jeden Fall passt.

Leistung des Netzteils:
Für einen Büro-PC mit Intel-Dual-Core-Prozessor, Geforce-8-Grafikkarte, DVD-Brenner und einer zusätzlichen PCI-Steckkarte genügen im Prinzip 300 Watt. Es empfiehlt sich allerdings, Leistungsreserven für späteres Aufrüsten einzuplanen und das Netzteil lieber eine Nummer größer zu wählen – beispielsweise mit 400 oder 450 Watt. Unnötig groß sollten Sie es aber auch nicht wählen, weil sonst die Gesamt-Leistungsaufnahme des PCs steigt.

Erforderliche Leistung mit Online-Tool berechnen:
Um herauszufinden, wie viel Strom Ihre Komponenten brauchen, können Sie den „eXtreme Power Supply Calculator“ . Die Nutzung der Lite-Version auf der englischsprachigen Web-Seite ist für Privatanwender kostenlos. Sie brauchen hier nur das Online-Formular auszufüllen und auf „Calculate“ zu klicken. Die Watt-Angabe ist jedoch nur ein ungefährer Anhaltspunkt. Beim Kauf sollten Sie vor allem auf die Leistung der einzelnen Ausgänge achten, die Sie im Datenblatt zum Gerät finden. Die 3,3- und 12-Volt-Leitungen sollten für aktuelle PCs mindestens 20 Ampere liefern, die 5-Volt-Leitung 30 Ampere. Bei älteren Geräten kalkulieren Sie besser etwas mehr. Hauptplatinen beispielsweise mit einem Athlon-XP-Prozessor benötigen 25 Ampere und mehr auf der 3,3-Volt-Schiene.

Steckverbindungen:
Ältere Hauptplatinen benötigen einen 20-poligen Stecker für die Stromversorgung, moderne dagegen einen 24-poligen. Netzteile sind in der Regel mit einem 24-poligen Stecker ausgestattet, der aber auch auf den alten, 20-poligen passt. Der nicht benötigte Rest steht einfach über. Das funktioniert natürlich nur, wenn keine Bauteile im Weg sind. Besser ist es daher, ein Netzteil mit teilbarem 20+4-Stecker oder mit einem Adapter zu wählen. Alle anderen Stecker sind standardisiert und passen zu jedem PC.

Lüfter:
Ein oder zwei große Lüfter (120 Millimeter) sind effizienter bei der Wärmeabfuhr und meist leiser als ein kleiner Lüfter (80 Millimeter). Einige Anbieter haben auch lüfterlose Netzteile im Programm. Die arbeiten zwar geräuschlos, saugen aber auch keine Wärme aus dem PC-Gehäuse ab. Um Überhitzungen zu vermeiden, ist dann ein Gehäuselüfter oder eine Wasserkühlung erforderlich – ein zusätzlicher Aufwand, der sich aber in der Regel kaum lohnt.

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