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AMD-CPU-Upgrade leicht gemacht

17.03.2014 | 16:31 Uhr |

Ihr PC ist bei bestimmten Programmen elend langsam? Dann brauchen Sie nicht unbedingt gleich einen neuen Rechner. Häufig genügt es schon, die CPU zu tauschen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt bei AMD-Prozessoren vorgehen sollten.

Schritt 1: Hauptplatinen-Modell ermitteln. Bevor Sie den schnelleren Prozessor kaufen können, müssen Sie zunächst einmal wissen, welche Varianten Sie in Ihrer Hauptplatine überhaupt betreiben können.

Ideal für diese Zwecke eignet sich die Gratis-Software CPU-Z . Nach dem Start des Tools wechseln Sie in das Menü „Mainboard“, dort finden Sie unter „Manufacturer“ den Hauptplatinenhersteller. Darunter stehen die genaue Typenbezeichnung („Model“) und im Feld rechts daneben die Revisionsnummer („Rev.“). Außerdem sollten Sie sich unter „BIOS“ die „Version“ notieren.

Mithilfe dieser Angaben können Sie jetzt auf der Website des Hauptplatinenherstellers herausfinden, welche Prozessormodelle sich nachrüsten lassen. In der Regel finden Sie im Support-Bereich auch eine CPU-Kompatibilitätsliste inklusive der dafür benötigten BIOS-Version, die Sie gegebenenfalls gleich herunterladen können. Achten Sie auf die korrekte Revisionsnummer, da hier große Unterschiede bei der CPU-Kompatibilität auftreten können.

Als Beispiel dient uns hier das „Gigabyte GA-890GPA-UD3H“ mit der Revisionsnummer „x.x“ und der BIOS-Version F7. Wenn Sie nun auf der Gigabyte-Webseite im Support-Bereich nach dem Mainboard-Modell suchen, bekommen Sie zunächst fünf Revisionen präsentiert. Nach einem Blick auf die jeweiligen BIOS-Updates wird allerdings schnell klar, dass die BIOS-Version F7 lediglich für die allererste Revision („rev. 1.0“) des GA-890GPA-UD3H verfügbar war. Gleichzeitig verrät die BIOS-Liste auch, dass nach einem Update auf die neueste Version F9 die Hauptplatine mit sämtlichen „AM3 CPU AGESA 3.7.1.0“ klarkommt. Eine Aufschlüsselung des AGESA-Codes (AMD Generic Encapsulated Software Architecture) ergibt, dass die Gigabyte-Hauptplatine nach dem F9-Update alle CPU-Modelle sowohl der Deneb- als auch der Thuban-Baureihen unterstützt. Maximal können Sie also den Quadcore AMD Phenom II X4 980 mit 3,7 GHz respektive den Sechskerner AMD Phenom II X6 1100T mit 3,3 GHz aufrüsten.

Schritt 2: Installierte CPU und sinnvolle Upgrade-Alternative ermitteln. CPU-Z verrät Ihnen zudem die genaue Prozessor-Modellbezeichnung im Menü „CPU“ unter „Processor name“. Vergleichen Sie nun Ihren Prozessor mit den Modellen aus der Kompatibilitätsliste der CPU. Als grobe Faustregel für ein sinnvolles Upgrade sollte der neue Prozessor mindestens eine von zwei Bedingungen erfüllen: Gegenüber der bisherigen CPU sollte sich die Zahl der Rechenkerne um mindestens zwei erhöhen oder die Taktfrequenz um wenigstens 1000 MHz steigen. In unserem Beispiel ist der AMD Phenom II X4 910e mit 2,6 GHz eingebaut, somit ist ein sinnvolles CPU-Upgrade möglich.

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