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CPU-Takt und -Temperatur immer im Blick

01.07.2015 | 09:31 Uhr |

Intel-CPUs übertakten sich per Turbo Boost automatisch. Ob sie das tatsächlich tun, erkennen Sie erst mit diesem Analyse-Tool.

Notebook-Hersteller übertreiben gern bei ihrer Werbung. Zum Beispiel nennen sie beim Prozessor häufig nur die maximal mögliche Taktrate - bei Intel-CPUs also den Takt im Turbo-Boost-Modus. Bei Turbo Boost wird der Prozessor automatisch übertaktet, solange er bestimmte Grenzwerte bei Leistungsaufnahme und Temperatur nicht überschreitet. Ob und wie häufig der Prozessor aber überhaupt mit Turbo Boost läuft, sehen Sie nicht.

Gleiches gilt für die Prozessor-Temperatur: Wenn plötzlich Spiele oder HD-Videos anfangen zu ruckeln, kann das daran liegen, dass der Prozessor nicht ausreichend gekühlt wird. Er bremst dann unter anderem seine Taktrate herunter. Vor allem bei flachen Notebooks kommt dies häufiger vor.

Messwerte jederzeit im Blick: Mit dem Intel Power Gadget behalten Sie die Taktrate und die Temperatur des Prozessors immer im Blick.

Mit dem Power Gadget für Intel-Prozessoren haben Sie alle wichtigen CPU-Werte jederzeit im Blick. Dann wissen Sie, ob die CPU ihr Leistungspotenzial tatsächlich ausspielen kann.
Vergrößern Mit dem Power Gadget für Intel-Prozessoren haben Sie alle wichtigen CPU-Werte jederzeit im Blick. Dann wissen Sie, ob die CPU ihr Leistungspotenzial tatsächlich ausspielen kann.

Das Intel-Tool zeigt in einem kleinen Fenster in Echtzeit die Leistungsaufnahme (Package Pwr), die Temperatur (Package Temp) sowie die Taktrate von Prozessor (Package Frq) und integrierter CPU-Grafik (GT Frq) an. Unter den aktuellen Werten in Blau stehen die Maximalwerte, die für die jeweilige CPU definiert sind. Um die Messwerte jederzeit im Blick zu haben, können Sie das Power Gadget immer im Vordergrund laufen lassen. Dazu führen Sie einen Rechtsklick auf das Tool-Fenster aus und markieren „Always on Top“.

Wenn das Tool-Fenster stört, etwa bei Spielen oder Videobearbeitung, können Sie die Messwerte auch aufzeichnen und später analysieren. So finden Sie beispielsweise heraus, ob die Ruckler im Spiel tatsächlich auf eine überhitzte CPU zurückzuführen sind. Um die Aufzeichnung zu starten, klicken Sie auf „Start Log“. Mit einem Klick auf diesen Button beenden Sie die Aufzeichnung auch wieder. Das Power Gadget schreibt eine CSV-Datei mit den erfassten Werten, die es standardmäßig im Dokumenten-Ordner speichert. Sie können den Speicherort auch verändern: Nach einem Rechtsklick auf das Tool wählen Sie „Options“ und legen unter „Log File -> Browse“ das neue Ziel für die Datei fest.

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