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Medien besser bedrucken statt bekleben

07.01.2008 | 11:13 Uhr |

Wer seine gebrannten CDs und DVDs mit selbst erstellten Etiketten schmückt, muss damit rechnen, dass sich die Aufkleber bereits nach einigen Monaten ablösen. Häufig geht das bei Daten-CDs schneller als bei Musik-CDs. Bei wichtigen Medien ist es besser, sie zu bedrucken.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Die Kräfte, die in einem Player oder Brenner auf eine Musik-CD einwirken, sind niedriger als bei einer Daten-CD. Das Laufwerk dreht eine Musik-CD nämlich stets mit einfacher Umdrehungsrate (150 KB/s), andernfalls würden die Songs verzerrt klingen.

Auch ein DVD-Laufwerk passt sein Tempo auf diese Übertragungsrate an. Lädt der Player oder Brenner hingegen Daten von einer CD oder DVD, so bearbeitet er das Medium schnellstmöglich, schließlich ist hier Geschwindigkeit oberstes Ziel. Aktuelle Brenner drehen eine Daten-CD mit bis zu 48facher und eine DVD mit bis zu 20facher Umdrehungsrate. Die Fliehkräfte, die dabei auf die Scheibe einwirken, sind immens – und sie nehmen mit steigender Umdrehungsrate zu. Üblicherweise steigt die Rate auf einem Medium von innen nach außen.

Die Folge: Bereits bei kleinsten Lufteinschlüssen oder schlechten Klebstoffen löst sich der Aufkleber vom Datenträger. Im schlimmsten Fall kann das Etikett die Laufwerksschublade so beschädigen, dass das Gerät unbrauchbar wird. Aus diesem Grund sollten Sie selbstklebende Etiketten allenfalls bei Musik-Medien verwenden und einige Regeln beachten. Die Oberfläche des Rohlings muss staubfrei sein und das Etikett plan aufliegen. Wenn Sie das Etikett aufbringen, müssen Sie selbst kleinste Lufteinschlüsse mit dem Finger wegstreifen. Alternativ beschriften Sie die Medien einfach mit einem CD-Marker aus dem Schreibwarengeschäft.

Medien bedrucken: Wer häufig CD-Labels erstellt oder auch Daten-CDs professionell möchte, sollte beim nächsten Druckerkauf ein Gerät wählen, das auch CDs bedrucken kann. Dazu zählen etliche Modelle aus der Pixma-Reihe von Canon – etwa der Pixma iP4300 ( www.canon.de ; rund 100 Euro) – sowie Epsons Multifunktionsgerät Stylus Photo RX560 ( www.epson.de ; rund 170 Euro). Allerdings brauchen Sie spezielle Rohlinge mit bedruckbarer Oberfläche. Pearl beispielsweise bietet solche Medien an. Eine Spindel mit 50 bedruckbaren CDs (Bestellnummer: PE-5120-913) oder eine mit 25 DVD-Rs (PE-5145-913) kostet jeweils rund 20 Euro.

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