229546

Formulare und Login-Felder

30.04.2008 | 12:40 Uhr |

Passwörter für Log-ins speichern: Damit die Daten nicht im Klartext auf der Festplatte liegen, setzen Sie ein Master-Passwort.

Anforderung:

Anfänger, Fortgeschrittener, Profi

Zeitaufwand:

Gering, Mittel

Problem:

Gestohlene oder ausgespähte Passwörter bilden eine gewisse Gefahr für die Sicherheit beim Online-Banking, bei Bestellsystemen oder anderen Sites, denen Sie sensible Informationen wie Konto- oder Kreditkartendaten anvertrauen. Trotzdem übergeben viele Nutzer die Login-Daten ihrem Browser fürs automatische Ausfüllen – der Mensch ist eben von Natur aus bequem. Die Banken steuern gerne dagegen und versuchen, das Speichern der Passwörter zu verhindern. Doch Sie können Internet Explorer und Firefox in Sachen Sicherheit und Komfort individuell konfigurieren.

Lösung:

Der Internet Explorer fragt beim ersten Mal, ob Sie Formular- und Login-Felder in Zukunft automatisch ausfüllen lassen wollen, worauf Sie sich für Ja oder Nein entscheiden können. Eine feinere Unterscheidung lässt sich unter „Extras, Internetoptionen“ auf der Registerkarte „Inhalte“ treffen, indem Sie unter „AutoVervollständigen“ auf die Schaltfläche „Einstellungen“ klicken. Hier können Sie neben der Vervollständigung in der Adresszeile die Vervollständigung für Formulare und Login-Daten getrennt ein- oder ausschalten – Letzteres nennt der Internet Explorer „Benutzernamen und Kennwörter für Formulare“. Sie löschen die Daten auf der Registerkarte „Allgemein“ mittels der Schaltfläche „Löschen“ – auch hier haben Sie die Wahl, ob Sie die Daten für die Adresszeile, für Formulare oder für Login-Felder damit meinen. Um nicht alle, sondern nur einzelne Einträge loszuwerden, löschen Sie den Inhalt des betreffenden Formularfeldes und klicken danach doppelt hinein, so dass eine Liste der gespeicherten Daten erscheint.

Markieren Sie den Eintrag, den Sie loswerden wollen, per Cursor-Taste oder Maus, und drücken Sie <Entf>. Damit ist er verschwunden; falls es sich dabei um einen Benutzernamen handelte, löscht der Internet Explorer das dazugehörige Passwort ebenfalls – natürlich nicht, ohne Sie vorher zu fragen.

Firefox speichert per Voreinstellung normale Formulardaten, fragt aber bei jedem Login, ob er sich Benutzernamen und Passwort merken soll. Wenn Sie sich dagegen entscheiden, haben Sie die Wahl, das nur für dieses eine Mal oder für immer auf dieser Web-Seite abzulehnen.

Sie können alle diesbezüglichen Entscheidungen unter „Extras, Einstellungen“ auf der Registerkarte „Sicherheit“ ändern. Wenn Sie hier den Haken bei der Option „Passwörter speichern“ entfernen, merkt sich Firefox keine Login-Daten mehr und bietet Ihnen die bis dato gespeicherten auch nicht mehr an. Sie sind aber immer noch vorhanden und werden wieder angeboten, sobald Sie die Option wieder einschalten. Hinter der Schaltfläche „Ausnahmen“ finden Sie alle Websites, für die Sie keine Passwörter speichern wollen. Mit der Tastenkombination <Strg>-<Shift>-<Entf> rufen Sie eine Dialogbox auf, mit der Sie Formular- und andere private Daten wieder löschen können. Ausgenommen sind per Voreinstellung lediglich die Cookies und gespeicherten Passwörter, die Sie auf Wunsch einbeziehen können. Mit der Schaltfläche „Private Dateien jetzt löschen“ befördern Sie sie ins digitale Nirwana. Die Voreinstellung, ob Firefox überhaupt Formulardaten speichern soll, ändern Sie dagegen an anderer Stelle: eine Registerkarte vorher unter „Datenschutz“.

Ihre Kombinationen aus Benutzernamen und Passwörtern können – und sollten Sie dringend – mit einem Master-Passwort schützen, das Sie auf der gleichen Registerkarte des Konfigurationsdialoges festlegen. Es wird nach dem Start des Browsers angefordert, wenn zum ersten Mal eine Passwort-Abfrage auftaucht. Gültig bleibt es, bis Sie den Browser komplett schließen. Es hilft allerdings nur dagegen, dass eine unbefugte Person mal eben schnell Ihren Browser benutzt, um sich an einem Ihrer Konten anzumelden. Stiehlt sie dagegen aus Ihrem Profilverzeichnis die Datei signons2.TXT, welche die Passwörter enthält, sowie die Schlüsseldatei key3.DB, dann ist der Schutz durch das Master-Passwort zu schwach, um einem länger dauernden Hack-Versuch zu widerstehen. Aus diesem Grunde schalten Online-Banken die Auto-Vervollständigung gerne ab, indem sie den Befehl

in den Quelltext des Formulars aufnehmen. Mit Hilfe eines Bookmarklets können Sie – auf eigene Verantwortung! – diese Einstellung außer Kraft setzen. Bookmarklets sind Javascripts, die Sie in den Lesezeichen ablegen und von dort aus aufrufen – sie wirken dann auf die jeweils geladene Web-Seite. Rufen Sie dazu die Seite http://pcwelt.de/707 auf, und ziehen Sie per Drag & Drop das Bookmarklet „Remember passwords“ auf die Lesezeichen-Symbolleiste. Wenn Sie das nächste Mal auf eine Web-Seite treffen, die das Speichern der Log-in-Daten nicht anbietet, klicken Sie vor dem Absenden auf das Bookmarklet, das daraufhin die entsprechenden Anweisungen aus der Seite entfernt.

Zuweilen kommt es vor, das Firefox Formulare und Login-Felder nicht von sich aus ausfüllt (und dazu gegebenenfalls das Master-Passwort anfordert), sondern erst mit der automatischen Vervollständigung beginnt, wenn Sie die ersten Buchstaben eintippen. Dies ändern Sie, indem Sie unter der speziellen URL „about:config“ die Einstellung „signon.prefillForms“ per Doppelklick auf true setzen – manche Erweiterungen stellen diesen Wert um.

0 Kommentare zu diesem Artikel
229546