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Firefox-Plug-ins teilweise abschalten

07.04.2008 | 11:25 Uhr |

Von sich aus kann Firefox lediglich Text, HTML und einige Bildformate anzeigen, etwa JPEG oder GIF. Alles andere behandelt der Browser als Download: Wenn Sie darauf klicken, fragt Firefox normalerweise nach, was er damit machen soll – entweder speichern oder mit der zugehörigen Anwendung öffnen. In zwei Fällen tut er das aber nicht: Entweder haben Sie irgendwann bei einem Download die Option aktiviert, nicht mehr nachzufragen, oder ein Plugin ist für den betreffenden Dateityp zuständig. Im letzteren Fall ist es auch egal, welche Anwendung dem betreffenden Dateityp zugeordnet ist – die Darstellung im Browser-Fenster übernimmt das Programm, das zu dem Plugin gehört. Das lässt sich ändern.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Plugins & Addons: Plugins sind im Gegensatz zu Erweiterungen spezielle DLLs, die externe Anwendungen befähigen, innerhalb des Browser-Fensters zu laufen, um dort Inhalte wie Videos oder PDF-Dokumente darzustellen. Deshalb können Sie Plugins auch nicht wie Erweiterungen unter „Extras, Add-Ons“ (de-) installieren oder konfigurieren, sondern sie werden in der Regel von den jeweiligen Anwendungen von deren Setup-Programm eingerichtet.

Gegen unerwünschte Plugins gibt es bewährte Gegenmaßnahmen. Eine Übersicht der in Firefox installierten Plugins erhalten Sie unter der speziellen URI „about:plugins“. Zu den Plugins der lästigen Sorte zählt etwa Apple’s Quicktime, das sich für alle Bilder zuständig sieht, die Firefox nicht selbst anzeigen kann, etwa Bilder im TIFF-Format. Ein Dialog, ob Sie solche Bilder nicht vielleicht lieber mit Ihrem Grafikprogramm öffnen oder herunterladen möchten, erscheint deshalb erst gar nicht. Quicktime zu deinstallieren ist für alle iTunes-Benutzer unmöglich, weil der Musikverwalter dann die Arbeit verweigert. Sie könnten, um das Plugin loszuwerden, allenfalls die unter „about:plugins“ aufgeführte DLL löschen, allerdings ist ein solcher Eingriff immer nur eine Notlösung: Eventuell wollen Sie das Plugin für andere Dateitypen ja behalten, und beim nächsten Update des Programms ist es sowieso wieder da.

Besser konfigurieren: Richten Sie den Browser so ein, dass er Ihnen statt der Darstellung mittels Plugin wieder eine Auswahl anbietet. Dazu wählen Sie aus dem Menü „Extras“ den Punkt „Einstellungen“. Unter „Downloads“ klicken Sie auf die Schaltfläche „Aktionen anzeigen & bearbeiten“. und suchen den Dateityp heraus, dessen Behandlung Sie ändern wollen.

Unter „Aktion ändern“ können Sie nun festlegen, die zugehörigen Dateien künftig von der Standard- oder einer anderen Anwendung öffnen zu lassen, auch wenn ein Plugin installiert ist. Alternativ können Sie über „Aktion entfernen“ alle bisherigen Festlegungen für einen Dateityp aufheben, so dass Firefox wieder automatisch entscheidet. Falls die Schaltfläche „Aktion entfernen“ inaktiv ist, wählen Sie „Aktion ändern“ und die Option „Dateien mit der Standard-Anwendung öffnen“.

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