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Bios-Update: Ist das wirklich noch nötig?

30.03.2016 | 14:05 Uhr |

Früher haben Sie häufig den Rat gehört, das Bios auf den neuesten Stand zu bringen, um Probleme mit neuen Komponenten zu lösen. Jetzt fragen Sie sich, ob das immer noch gilt und wie das Update funktioniert.

Bios-Update nur, wenn nötig: Ein neues Bios (Basic Input Output System) lohnt sich heutzutage nur dann, wenn es vom Hersteller angeboten wird. Solche Fälle gibt es durchaus noch: So bietet sich eine Aktualisierung an, wenn Sicherheitslücken klaffen. Es geht jedoch auch weniger bedrohlich: Etwa bei ständig hoch rotierenden Lüftern kann das aktualisierte Bios Abhilfe schaffen. Der PC wird dadurch ruhiger und stört weniger. Da allerdings beim Update der Flash-Baustein, der das Bios speichert, mit der neuen Version überschrieben wird, ist der Vorgang nicht ganz ungefährlich. Denn geht dabei etwas schief, startet der Rechner im schlimmsten Fall nicht mehr.

Vor dem Update: Angaben zum Bios finden Sie in der Bildschirmanzeige, die direkt nach dem Start des Rechners erscheint. Drücken Sie nach dem Einschalten des PCs die Pausetaste, damit die Anzeige nicht nur schnell auftaucht und anschließend wieder verschwindet. Wird stattdessen lediglich ein Herstellerlogo angezeigt, so drücken Sie einmal DEL, ESC beziehungsweise F2. Notieren Sie alle Angaben zu Ihrer Bios-Version.

Tipp: Woran Sie eine leere Bios-Batterie erkennen

Lesen Sie darüber hinaus die Dokumentation zum Update. Denn nur so können Sie einschätzen, ob die Aktualisierung auch Ihr Rechnerproblem behebt. Überprüfen Sie außerdem gewissenhaft, ob Sie auch die richtige Update-Datei erwischt haben. Vertrauen Sie hier nur dem Hersteller. Updates über die Webseiten von Dritten sollten Sie grundsätzlich misstrauen. Bevor Sie den Update-Vorgang starten, achten Sie bei Notebooks darauf, dass das Netzteil angeschlossen ist. Die Stromversorgung darf während der Aktualisierung nicht unterbrochen werden.

Update-Vorgang: Die Zeiten, in denen Sie mit USB-Stick auf DOS-Ebene herumhantieren mussten, sind vorbei. Haben Sie ein Komplettsystem oder ein Notebook, bietet der Hersteller in der Regel eine Zip-Datei zum Download an, die die Bios-Dateien und eine Exe-Datei enthält, letztere führt das Flash-Programm aus. Manche Anbieter wie etwa Asus haben auch extra Flash-Utilities, die Sie durch den Aktualisierungsprozess führen. Im bequemsten Fall erkennen die Tools das Mainboard inklusive Revisionsnummer und vergleichen die Bios-Versionen. Nach erfolgreichem Update startet das System automatisch neu.

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