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In vier Schritten zum leisen PC

27.01.2009 | 11:34 Uhr |

Viele Rechner surren und klappern unüberhörbar vor sich hin. Sie wollen den nervtötenden Lärm abstellen.

Tipp: Mit einigen preisgünstigen oder kostenlosen Maßnahmen geht’s ganz einfach.

Schritt 1: Leiser CPU-Lüfter. Prüfen Sie im Bios, ob sich Ihr aktueller Lüfter unnötig schnell dreht. Im Bios finden Sie unter „Hardware Monitor“ (oder ähnlich) meist eine Einstellung wie „Smart Fan Target“ mit Werten von „Disabled“ bis 70 Grad Celsius. Das legt fest, ab welcher Temperatur ein steuerbarer CPU-Lüfter höher drehen soll. Für die Lebensdauer der CPU sind 50 Grad ideal, Sie können aber auch 60 Grad riskieren und bringen damit den Lüfter für die meiste Zeit in ruhigere Umdrehungszahlen. Suchen Sie im Bios auch nach Stromsparfunktionen für die CPU. Damit wird sie im Leerlauf heruntergetaktet und nicht so heiß – dementsprechend muss sie auch nicht lautstark gekühlt werden. Nur wenn Bios-Tuning nicht hilft, muss ein neuer CPU-Lüfter her (20 bis 30 Euro), der nicht lauter als 20 dB sein sollte.

Schritt 2: Festplatte entkoppeln. Das PC-Gehäuse verstärkt oft wie ein Klangkörper die Vibrationen der Platte. Entkoppelungs-Sets mit Gummipuffer gibt’s für wenige Euro im Fachhandel. In der Regel wandert die Festplatte dann vom 3,5- in den 5,25-Zoll-Schacht. Teurere Lösungen spannen die Platte in zwei Gummistrippen ein (rund 20 Euro) oder packen sie in eine Box (30 bis 60 Euro). Zusätzlich kann die Freeware Silent Drive das Akustikmanagement der Festplatte einschalten und den Geräuschpegel deutlich senken. Das geht dann allerdings auf Kosten der Zugriffszeit.

Schritt 3: Gute Belüftung. Sorgen Sie für einen guten Luftstrom, der die Lufttemperatur niedrig hält und alle Komponenten kühlt, so dass weder CPU- noch Netzteil-Lüfter hochdrehen müssen. Am besten investieren Sie je rund 9 Euro für zwei langsam laufende Gehäuselüfter, die für einen guten Luftstrom sorgen. Entsprechende Modelle drehen mit etwa 1200 Umdrehungen und sind nicht lauter als 10 dB. Die ATX-Spezifikation bei einem Tower-Gehäuse sieht vor, dass die Luft vorne unten eingesaugt und hinten mittig bis oben ausgeblasen wird. Räumen Sie zudem mit Kabelbindern aus dem Baumarkt (etwa 1 Euro) lose Kabel zur Seite, damit der Luftstrom nicht behindert wird.

Schritt 4: Leisere Komponenten. Ältere oder billige Netzteile mit einem kleinen 40-mm-Lüfter ohne temperaturgesteuerte Drehzahl können Krach machen. Leise Netzteile gibt’s ab circa 45 Euro. Moderne DVD-Laufwerke sind sehr leise. Bei älteren Modellen reduzieren Sie mit der Freeware CD-Bremse Drehzahl und Lärm. Bei lauten Grafikkarten-Lüftern hilft unter Umständen ein Tuning über die Software des Herstellers. Alternativ lässt sich auch hier ein besserer Lüfter anbringen – oder Sie investieren in eine passiv gekühlte Karte (ab 25 Euro, wenn Sie ohne PC-Spiele leben können).

Schritt 5: Nach Umbaumaßnahmen sollten Sie die Temperatur im PC messen, um festzustellen, ob der Rechner zu heiß wird. Moderne Hardware besitzt entsprechende Sensoren, die sich mit einem Tool des Hauptplatinen-Hersteller oder mit HW Monitor auslesen lassen. Die Systemtemperatur sollte unter 50 Grad, besser bei 40 Grad liegen, die CPU bei Last nicht über 60 Grad gehen. Empfindlich sind Festplatten, die oft schon bei 50 oder bei 60 Grad ihre Limit erreichen. Moderne Grafikkarten arbeiten meist zwischen 65 und 70 Grad

Alle Downloads finden Sie auch hier
Silent Drive 2.4 : Freeware für Windows 2000 und XP, auf und unter www.rt-sw.de
CD-Bremse 1.48 : Freeware für Windows 98/ME, 2000, XP und Vista, Download unter www.cd-bremse.de
HW Monitor 1.11 : Englischsprachige Freeware für Windows 2000, XP und Vista, auf, Download unter www.cpuid.com

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