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Was Sie beim Monitor-Kauf über Bildwiederholrate und Bildrate wissen müssen

13.06.2016 | 15:23 Uhr |

Den Unterschied zwischen Bildwiederholrate und Bildrate sollten insbesondere Spieler kennen. Der Tipp erklärt ihn.

Gerade bei Monitoren begegnen Ihnen Angaben von 120 oder 144 Hertz, wenn es um Bildwiederholraten geht. Oft ist es jedoch nicht einfach einzuschätzen, welche Höhe für den eigenen Einsatzzweck nötig ist. Und wie sich die Bildwiederholrate von der Bildrate unterscheidet.

Bildwiederholrate (Refresh Rate): Darunter versteht man, wie oft ein Bildschirm den Inhalt lädt, um ein Bild anzuzeigen. Gemessen wird in Bildern pro Sekunde. Allerdings lädt der Schirm nicht stets ein neues Bild, sondern aktualisiert einfach den Inhalt. Das macht er unabhängig davon, ob sich nichts am Inhalt etwas ändert oder nicht.

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Bildrate (Frame Rate): Im Gegensatz zur Bildwiederholrate bezeichnet die Bildrate den tatsächlichen Bildwechsel in einem Video oder Spiel. Ist ein Kinofilm mit 24 Bildern pro Sekunde aufgenommen, dann lassen sich streng genommen auch nur 24 Bilder pro Sekunde anzeigen. Die fehlenden Images für Fernseher und Monitore werden durch Wiederholung vorhandener Bilder oder durch Zwischenbilder überbrückt. Bei Spielen gibt die Grafikkarte vor, wie viele Bilder generiert werden können. Schafft sie 75 Bilder pro Sekunde, das Display jedoch nur 60 Hertz, kann die Anzeige teils zerrissen aussehen. Man spricht dann von Screen Tearing. Der Grund: Das Display holt sich den Input von der Grafikkarte in bestimmten Intervallen. Fängt es diesen zwischen zwei Frames auf, ergeben sich die unerwünschten Artefakte auf dem Schirm.

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G-Sync und Free Sync: Diese adaptiven Monitor-Techniken sollen das Screen Tearing verhindern. G-Sync stammt von Nvidia, Free Sync von AMD. Ein Display mit einer der Techniken fragt bei der Grafikkarte nach, wie schnell sie die Frames erzeugt und passt sich diesem Tempo an. Dadurch lassen sich im besten Fall Ruckler und zerrissene Bilder verhindern, egal ob der Bildschirm 60, 120 oder 144 Hertz unterstützt.

Beim Ansehen von Videos ist der Effekt jedoch oft nicht erkennbar, da im Ausgangsmaterial „Film“ gar nicht so viele Bilder vorhanden sind. Das Defizit wird durch Bildwiederholungen ausgeglichen. Vorbild sind hier die Fernseher, bei denen Ihnen das Erzeugen von Zwischenbildern je nach Hersteller als „Motion Flow“ oder „Motion Plus“ begegnet. Bei PC-Monitoren übernimmt Software das Interpolieren von Bildern. Im besten Fall erreicht sie eine runde Bewegung auf dem Bildschirm. Manche Betrachter empfinden die Darstellung jedoch als künstlich und übertrieben.

Spieler haben sowohl von einem Monitor mit 120 oder 144 Hertz als auch von den adaptiven Techniken etwas. Denn hier werden alle Games mit höherer Bildrate detailreicher und lebendiger. Besonders bei schnellen Bewegungen in dunklen Umgebungen sehen Sie ruckelfreie und scharfe Bilder, die den Spielspaß erhöhen, weil Sie tiefer in die Handlung versinken.

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