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Bildschirmhelligkeit per Software regeln

21.01.2015 | 15:31 Uhr |

Die Helligkeits- und Kontrastregelung über das Monitor-Menü ist umständlich. Einfacher geht's mit unserem Tool PC-WELT-Monitor-Helligkeit.

Helligkeit und Kontrast lassen sich beim Monitor nur für eine bestimmte Umgebungshelligkeit richtig einstellen. Bei mehr oder weniger Licht im Raum muss man oft nachregulieren. Das gilt auch für Spiele, die manchmal zu dunkel erscheinen. Bei Notebooks lässt sich die Helligkeit bequem über eine Tastenkombination einstellen. Bei Desktop-PCs müssen Sie dagegen das ziemlich umständliche Menü des Monitors verwenden, wenn der Hersteller keine Software für die Regelung mitliefert.

In diesem Fall können Sie unser Tool PC-WELT-Monitor-Helligkeit einsetzen. Es kommuniziert über DDC (Display Data Channel) mit dem Monitor, was die meisten aktuellen Geräte unterstützen. Manchmal gibt es auch eine Option im Monitor-Menü, um DDC zu aktivieren. Sollte DDC nicht vorhanden sein, findet PC-WELT-Monitor-Helligkeit den Bildschirm nicht und die Regler sind nicht aktiv.

Entpacken Sie PC-WELT-Monitor-Helligkeit in ein beliebiges Verzeichnis und starten Sie das Programm pcwMonitorHelligkeit.exe. Im Infobereich rechts unten im Bildschirm sehen Sie dann ein neues Icon (siehe Kasten „Infobereich in der Taskleiste anpassen“). Per Klick darauf öffnen Sie das Fenster mit den Schiebereglern, in dem Sie Helligkeit und Kontrast einstellen können. Wenn zwei Monitore am PC hängen, gibt es zwei Reglerpaare. Bei zwei identischen Geräten empfiehlt es sich, ein Häkchen in die Checkboxen zu setzen. Dadurch werden die Regler verknüpft und die Einstellungen wirken sich auf beide Monitore gleichzeitig aus.

Infobereich in der Taskleiste anpassen

Programme, die Windows automatisch startet und die dann im Hintergrund laufen, müssen sich irgendwie bemerkbar machen können. Dafür dient der Bereich in der Taskleiste, standardmäßig rechts unten im Bildschirm neben der Uhr. Damit kein kostbarer Platz verschwendet wird, sind nicht alle Symbole sichtbar. Über den kleinen Pfeil an der linken Seite lässt sich aber ein Fenster öffnen, das alle Symbole anzeigt. Nach einem Klick auf „Anpassen“ können Sie das Verhalten festlegen.

Bei den meisten Programmen ist „Nur Benachrichtigungen anzeigen“ aktiviert. Meldungsfenster erscheinen dadurch über dem Infobereich, wenn ein Programm Ihnen etwas mitzuteilen hat. Sie können aber auch „Symbol und Benachrichtigungen anzeigen“ wählen. Dann ist das Symbol im Infobereich immer sichtbar – praktisch für Tools, die einen Status anzeigen oder die Sie per Mausklick schnell erreichen wollen. Die Einstellung „Symbol und Benachrichtigungen ausblenden“ sorgt dafür, dass ein Programm Sie weder durch das Symbol noch über Meldungsfenster stört.

Das Tool lässt sich auch bequem über die Tastatur steuern. Klicken Sie auf „Optionen > Einstellungen“, setzen Sie ein Häkchen vor „Tastenkombinationen aktivieren“ und drücken Sie in den jeweiligen Feldern die gewünschte Tastenkombination. Es sind nur Kombinationen mit der Alt-, Strg- und Shift-Taste möglich.

Mit der Backspace- beziehungsweise Rücktaste entfernen Sie eine Tastenkombination. Vergeben Sie nur Kombinationen, die bisher noch nicht systemweit und in Programmen nur selten in Verwendung sind.

Wenn Sie PC-WELT-Monitor-Helligkeit regelmäßig verwenden wollen, setzen Sie in den Einstellungen ein Häkchen vor „Mit Windows starten“. Dann steht das Tool nach dem Windows-Start automatisch zur Verfügung.

Kommandozeile nutzen: Im Unterverzeichnis „Console“ finden Sie zusätzlich das Tool pcwMonitorHelligkeit_CLI.exe. Damit setzen Sie Helligkeit und Kontrast etwa über eine Batchdatei oder ein Script. Die Zeile

pcwMonitorHelligkeit_CLI.exe /m:1 /h:40 /k:30

beispielsweise ändert für Monitor 1 („/m:1“) die Helligkeit auf den Wert „40“ („/h:40“) und den Kontrast auf „30“ („/k:30“).

Monitor optimal einstellen: Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Bildeinstellungen zu ändern: entweder direkt am Monitor, über eine Software, die den Monitor steuert, oder über den Treiber der Grafikkarte. Nach der Installation eines Herstellertreibers, etwa von Nvidia oder AMD, erhalten Sie in der Regel zusätzliche Einstellmöglichkeiten.

Das Nvidia-Tool beispielsweise rufen Sie auf, indem Sie auf einen freien Bereich des Desktops klicken und im Kontextmenü „Nvidia Systemsteuerung“ wählen. Unter „Anzeige > Desktop-Farbeinstellungen anpassen“ setzen Sie die Option „Nvidia-Einstellungen verwenden“ und passen Helligkeit oder Kontrast über die Regler an.

Hier finden Sie auch den Regler „Gamma“. Bei der Gammakorrektur werden die Besonderheiten des menschlichen Auges berücksichtigt. Die Anhebung erfolgt exponentiell, weil das Auge Helligkeitsänderungen in dunklen Bereichen stärker wahrnimmt als in hellen. Deshalb ist es sinnvoll, über „Helligkeit“ und „Kontrast“ eine angenehme Grundhelligkeit einzustellen und über den Gammaregler die Feinabstimmung durchzuführen. Unter „Video > Video-Farbeinstellungen anpassen“ finden Sie einen weiteren Satz Regler, der nur das Bild von Video-Inhalten beeinflusst.

Windows bringt übrigens ein Tool mit, über das Sie den Monitor kalibrieren können. Drücken Sie Win+R, tippen Sie hinter „Öffnen“ dccw ein und klicken Sie auf „OK“. Bevor Sie loslegen, setzen Sie den Monitor über das Geräte-Menü auf Werkseinstellungen zurück. Lesen Sie sich die Anleitungen im Fenster durch, nehmen Sie die Einstellungen vor und klicken Sie jeweils auf „Weiter“.

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