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Betriebsmodi des Arbeitsspeichers erklärt

18.11.2014 | 15:26 Uhr |

Wenn Sie Ihren Arbeitsspeicher aufrüsten wollen, dann ist mehr immer besser – nicht nur in Bezug auf die Speicherkapazität, sondern auch auf die reine Anzahl der Module, denn der parallele Betrieb erlaubt viel höhere Datendurchsätze. Wir erklären Ihnen, was es beispielsweise mit dem Dual- oder Quad-Channel-Modus auf sich hat.

Insgesamt existieren vier Betriebsmodi, um Arbeitsspeicher zu betreiben: Single-, Dual-, Triple- und Quad-Channel-Modus. Dabei handelt es sich um die Fähigkeit, RAM-Module parallel zu betreiben, um auf diese Weise höhere Datenraten zu erzielen und in der Praxis eine flottere Leistung zu erhalten. Die Hauptplatine muss den jeweiligen Betriebsmodus explizit unterstützen, genauer gesagt der Chipsatz respektive der Speichercontroller. Letzterer sitzt meistens im Prozessor selbst. Den jeweiligen Modus müssen Sie übrigens nicht explizit aktivieren, das Bios erkennt den Betriebsmodus selbst.

Vier RAM-Betriebsmodi im Überblick: Wenn Arbeitsspeicher im Single-Channel-Modus läuft, dann arbeitet im Klartext nur ein einziges Modul auf der Hauptplatine.

Der Dual-Channel-Modus hingegen ist natürlich erst mit einem zweiten Speichermodul möglich, während sich zeitgleich der Speicherdurchsatz in der Theorie verdoppelt: von beispielsweise 8 GB/s auf 16 GB/s. Hier kommt es allerdings auf das jeweilige Programm und die restliche Hardware an, ob die doppelte Datenrate tatsächlich erreicht wird. Voraussetzung: Neben einem kompatiblen Speichercontroller müssen die Speichermodule für den Zweikanal-Betrieb über die gleiche Speicherkapazität verfügen.

Im Triple-Channel-Modus arbeiten drei Module parallel miteinander, was letztendlich auch mit einer theoretischen Verdreifachung des Datendurchsatzes einhergeht. Hier ist es allerdings möglich, auch verschieden große Module nebeneinander zu betreiben. Für 4 GB wären zum Beispiel ein Modul mit 2 GB und je zwei Module mit 1 GB denkbar. Für einen einwandfreien Betrieb empfiehlt es sich jedoch nach wie vor, baugleiche Speicherriegel zu verwenden. PCs mit Triple-Channel-RAM sind eher weniger die Regel, da vergleichsweise wenig CPUs diesen Betriebsmodus beherrschen.

Der Quad-Channel-Modus schließlich stellt das aktuelle Leistungsmaximum da, bei dem vier Speichermodule parallel im Mainboard stecken und eine viermal höhere Datenrate bieten als ein Modul im Single-Channel. Vor allem Oberklasse-Prozessoren wie der Intel Core i7-4960X erlauben den Betrieb im Quad-Channel-Modus.

Dafür brauchen Sie hohe Datendurchsätze: Von einer hohen Datenrate profitieren Sie vor allem in speicherhungrigen Anwendungen wie Bild- oder Videobearbeitung. Auch im industriellen Bereich erweisen sich zum Beispiel CAD-Tools als Speicherfresser. Positiv schlägt sich ein großer sowie schneller Arbeitsspeicher auch beim Multi-Tasking sowie beim Einsatz von virtuellen Maschinen nieder. In Spielen macht sich die höhere Datenrate bisher noch nicht allzu stark bemerkbar.

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