713078

Das richtige Dateisystem für USB-Datenträger

08.04.2010 | 11:00 Uhr |

Insgesamt vier Dateisysteme bieten Vista und Windows 7 an, wenn Sie einen externen Datenträger formatieren wollen. Treffen Sie hier die richtige Entscheidung, um Zugriffsprobleme von vornherein auszuschließen.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Gering

Lösung:

FAT: Völlig veraltet. Es gibt keinen guten Grund mehr, FAT zu wählen. Dieses Dateisystem ist überholt.

FAT32: Kompatibel, aber mit begrenzter Kapazität. Das alte und einfache FAT32 hat den großen Vorteil, dass jedes System (Windows, Mac OS, Linux) darauf lesen und schreiben kann. Es gibt aber auch Nachteile: Eine Datei darf höchstens 4 GB groß sein, und Microsoft hat FAT32 künstlich auf 32 GB Gesamtkapazität beschränkt. Für USB-Sticks, die keine Filmdateien aufnehmen müssen, reicht aber FAT32 völlig aus.
Wichtig: FAT32 ist für die Systembeschleunigung per Readyboost geeignet und zudem das zuverlässigste Dateisystem, wenn Sie einen bootfähigen USB-Stick erstellen wollen.

exFAT: Schneller, ohne Limit, aber kaum verbreitet. Extended FAT (exFAT) ist schneller als FAT32 und kennt praktisch keine Grenzen bei Kapazität und Dateigrößen. exFAT-formatierte Sticks sind nicht Readyboost-fähig. Der entscheidende Nachteil liegt aber darin, dass Mac-OS-Rechner derzeit nicht auf exFAT zugreifen können. Linux- und XP-Systeme brauchen zuvor ein Update .

NTFS: Nicht immer kompatibel. Auf mobilen Datenträgern ist NTFS nicht immer erste Wahl, weil dessen Dateirechte Zugriffsprobleme auslösen können. Mac-Rechner haben standardmäßig nur Lesezugriff, die meisten Linux-Distributionen können auf NTFS auch schreiben, haben aber diverse Detailprobleme. Selbst unter Windows kann es kleine Kompatibilitätsprobleme geben, weil ein älteres Windows 2000 oder XP NTFS-Eigenschaften wie Symlinks oder Schattenkopien nicht versteht.

0 Kommentare zu diesem Artikel
713078