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So machen Sie ein Backup von NAS zu NAS

25.11.2016 | 09:47 Uhr |

Ganz sicheres Backup: Wichtige Dateien lassen sich selbst über das Internet von einem NAS auf ein entferntes sichern.

Um wichtige Dateien von Heimnetzgeräten zu sichern, greifen Sie am besten zu einem NAS. Doch von den Dateien auf dem NAS sollten Sie ebenfalls Sicherungskopien anlegen: Zwar schützt ein Raid-1-Verbund im NAS vor Datenverlust, wenn eine Festplatte ausfällt. Es nützt jedoch nichts, wenn das NAS selbst Schaden nimmt. Als BackupZiele für eine NAS-Sicherung bieten sich eine USB-Festplatte, ein Cloudspeicher oder ein weiteres NAS an. Einen besonders hohen Schutz vor Datenverlust garantiert ein NAS-zu-NAS-Backup, wenn das zweite NAS sich an einem anderen Standort befndet – zum Beispiel im Fall einer Firma. Dann kommen Sie selbst bei schlimmen Ereignissen wie etwa Brand, Wasserschaden oder Einbruch wieder an Ihre Daten. Aktuelle NAS-Systeme ermöglichen die Sicherung über das Internet entweder mit Bordmitteln oder mit zusätzlichen Apps.

So richten Sie Ihren eigenen Netzwerkspeicher ein

Backup­-Ziel vorbereiten: Wir zeigen Ihnen die Sicherung von NAS zu NAS am Beispiel eines Systems von Qnap mit der Firmwareversion 4.2.2. Zunächst müssen Sie den Router, hinter dessen Firewall sich das Ziel-NAS befndet, anpassen. Er muss für das NAS, auf dem die zu sichernden Daten liegen, über das Internet erreichbar sein. Dies erledigen Sie mithilfe eines festen Host-Namens, indem Sie auf dem Router einen DynDNS-Dienst einrichten – bei einer Fritzbox zum Beispiel per Myfritz. Anschließend müssen Sie im Routermenü noch eine Portweiterleitung auf die interne IP-Adresse anlegen, die das NAS im Heimnetz hat. Geben Sie dafür den Port 873 frei. Den nutzt das Backup-Tool Rsync, über welches die NAS-Systeme die Sicherung durchführen. Nun aktivieren Sie auf dem Ziel-NAS den RsyncServer. Rufen Sie hierzu das NASMenü auf. Bei einem Qnap-System starten Sie die App „Backup Station“. Gehen Sie zu „Backupserver -> Rsync-Server“ und markieren Sie daraufhin die Option „Einem Remote-Server erlauben diesen Server als Replikations-Ziel zu benutzen“. Erstellen Sie einen freigegebenen Ordner für das Backup.

NAS-Know-How: Neun Tipps für den Netzwerkspeicher

Lokales NAS einrichten: Auf dem NAS, dessen Dateien Sie sichern wollen, gehen Sie ins Menü. Starten Sie auch hier die App „Backup Station“. Im Folgenden richten Sie zudem einen Backup-Auftrag ein, unter „Remote-Replikation -> NAS to NAS -> Einen Replikationsauftrag erstellen“. Zunächst vergeben Sie einen Namen für den Auftrag. Klicken Sie in der folgenden Zeile auf „Einstellungen“. Dort geben Sie nun die feste IP-Adresse oder den Host-Namen des Routers ein, in dessen Heimnetz sich das entfernte NAS befndet. Bei Benutzername und Kennwort tragen Sie die Zugangsdaten eines Kontos auf dem Ziel-NAS ein, als Portnummer ist bereits 873 eingetragen. Über die Schaltfläche „Test“ können Sie sofort überprüfen, ob die Verbindung zum entfernten NAS funktioniert. Wählen Sie bei „Quellordner“ sowie „Zielordner“ außerdem die entsprechenden Verzeichnisse aus, von denen beziehungsweise in die gesichert werden soll. Und bei „Sicherungshäufgkeit“ tragen Sie ein, zu welchen Zeitpunkten das Backup erfolgen soll.

Backup vom NAS: Darauf müssen Sie achten

Tipp: Führen Sie, wenn möglich, das erste Backup im lokalen Netz aus, denn das geht schneller als über die Internetverbindung. Für die weiteren Sicherungen aktivieren Sie unter „Optionen“ den Menüpunkt „Nur Dateien kopieren, die sich von den Dateien am Zielort unterscheiden“. Zudem sollten Sie „Dateisicherung sofort ausführen“ abschalten. Zum Schluss bestätigen Sie noch die Einträge mit „Übernehmen“. Der Sicherungsauftrag für das Backup von NAS zu NAS ist nun eingerichtet.

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