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Backup vom NAS: Darauf müssen Sie achten

20.01.2015 | 11:31 Uhr |

Netzwerkspeicher gelten als sicher. Trotzdem empfiehlt sich ein Backup des Datenlagers. Der Tipp beschreibt, worauf Sie bei der NAS-Sicherung achten sollten.

Ein Netzwerkspeicher gilt als sicherer Hafen für Daten. Trotzdem empfiehlt es sich, eine Sicherung des Datenlagers zu machen. Das gilt auch dann, wenn Sie das NAS (Network Attached Storage) im Raid-1-Modus betreiben, also die Inhalte einer Platte auf dem zweiten Laufwerk spiegeln. Denn auch ein NAS mit zwei Platten kann komplett aussteigen. Außerdem gefährden außergewöhnliche Umstände wie ein Stromausfall oder ein Wasserrohrbruch die Sicherheit der Daten. Worauf Sie achten sollten.

Externe Festplatte: Für das Backup Ihres NAS verwenden Sie am besten eine externe Festplatte. Ein SSD-Laufwerk ist nicht notwendig und für die reine Sicherungsaufgabe zu teuer – und meist auch zu klein. Achten Sie darauf, dass der externe Datenträger groß genug ist, um alle Dateien des Netzwerkspeichers aufnehmen zu können. In den meisten Fällen lassen sich die externen Platten per USB an das NAS anschließen. Aktuelle Netzwerkspeicher bieten den schnellen USB-3.0-Port, ältere Modelle immerhin Anschlüsse mit USB 2.0. Alternativ können E-SATA- oder Firewire-Schnittstellen am NAS vorhanden sein. Auch darüber lässt sich ein Backup vom NAS ziehen.

Dateisystem: Für das Backup vom NAS schließen Sie die externe Festplatte direkt an das Gerät an. Viele Netzwerkspeicher haben eine Backup-Taste, über die die Sicherung manuell startet. Alternativ bietet jede NAS-Bediensoftware den Menüpunkt „Backup“ oder „Datensicherung“. In vielen Fällen muss der externe Speicher vor Beginn der Sicherung formatiert werden. Die Wahl des Dateisystems entscheidet, wie sich das Backup später verwenden lässt. Nutzen Sie gängige NAS-Dateisysteme wie EXT3 oder EXT4, benötigen Sie zum Auslesen unter Windows einen Treiber. Das sparen Sie sich mit den Dateisystemen FAT32 oder NTFS. Bei einer FAT32-Partition ist es allerdings nicht möglich, Dateien abzulegen, die eine Größe von 4 GB überschreiten. Außerdem dürfen Dateien und Ordner keine Sonderzeichen enthalten.

Für den Einsatz unter Windows ist NTFS empfehlenswert. Es kommt ohne Dateigrößenbeschränkung beim Schreiben und Lesen aus. Das gilt auch für die Verwendung unter Linux. Wollen Sie die Sicherung unter Mac OS X verwenden, können Sie die Dateien lesen. Fürs Schreiben benötigen Sie wiederum einen Treiber.

Intervall und Einstellung: Über die Bedienoberflächen von Netzwerkspeichern lassen sich Backup-Intervalle und Zeitpunkte definieren. So übernimmt das NAS die Steuerung der Sicherung. Sie erhalten automatisch ein stets aktuelles Backup. Es empfiehlt sich, gerade bei umfangreichen NAS-Datenmengen das Backup dann durchzuführen, wenn Sie den Netzwerkspeicher nicht benötigen. Gleichzeitig können Sie über das Webinterface Ihr Backup genauer definieren. Manche Modelle bieten spezielle Funktionen, bei denen beispielweise Dateien im Backup bestehen bleiben, obwohl Sie diese auf dem NAS schon gelöscht haben.

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