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Backup mit Windows-Bordmittel erstellen - Dateiversionsverlauf

27.01.2016 | 10:45 Uhr |

Ist der Dateiversionsverlauf aktiviert, können Sie bequem über den Explorer frühere Versionen einer Datei aus dem Backup holen und wiederherstellen.

Seit Windows 8 bietet das Betriebssystem den Dateiversionsverlauf als primäre Sicherung. Dabei handelt es sich um einen Dienst, der im Hintergrund den Inhalt von ausgewählten Ordnern überwacht und veränderte Dateien dann automatisch auf ein zweites Laufwerk kopiert.

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Der Dateiversionsverlauf ist in der Voreinstellung von Windows allerdings deaktiviert. Um ihn einzuschalten, gehen Sie in die Systemsteuerung und klicken dort in der Symbolansicht auf „Dateiversionsverlauf“. In der Kategorieansicht finden Sie die Funktion unter „System und Sicherheit“. Nach dem Öffnen seines Fensters macht Ihnen das Programm jetzt einen Vorschlag für das Sicherungslaufwerk: Ideal ist eine angeschlossene USB-Festplatte. Falls kein solches Laufwerk vorhanden sein sollte, präsentiert der Dienst eine zweite Festplatte in Ihrem PC. Mit „Laufwerk auswählen -> Netzwerkadresse hinzufügen“ können Sie aber auch einen zweiten Rechner in Ihrem LAN als Ziel einstellen.

Gesichert werden die Unterordner, Bibliotheken, Favoriten, Kontakte und auch der Desktop Ihres persönlichen Verzeichnisses unter „C:\Benutzer\[Benutzername]“. Möchten Sie weitere Ordner in die Sicherung aufnehmen, so müssen Sie sie dorthin kopieren. Zum Anfertigen eines Systemabbildes ist der Dateiversionsverlauf deshalb nicht geeignet. Es empfiehlt sich unter Umständen, einige besonders umfangreiche Ordner vom Backup auszunehmen, beispielsweise die Bibliothek der Videos, um das Sicherungsmedium nicht zu überlasten. Klicken Sie dazu auf „Ordner ausschließen -> Hinzufügen“.

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In das Backup werden alle Dateien aufgenommen, die seit der letzten Sicherung verändert wurden.Dabei genügt bereits eine Änderung am Dateinamen, um den Kopiervorgang auszulösen. Sowohl die Backup-Frequenz als auch die Aufbewahrungszeit können Sie unter „Erweiterte Einstellungen“ festlegen, standardmäßig sucht das Programm einmal in der Stunde nach neuen und veränderten Dateien. Aufbewahrt werden sie in der Regel „Für immer“. Sobald das Laufwerk voll ist, bekommen Sie im Systray eine Benachrichtigung angezeigt. Besser ist jedoch die Einstellung „Bis Platz benötigt wird“, mit ihr werden die ältesten Sicherungen bei Platzmangel automatisch gelöscht.

Die Wiederherstellung früherer Dateiversionen ist einfach: Klicken Sie im Fenster des Dateiversionsverlaufs auf „Persönliche Dateien wiederherstellen“. Alternativ wählen Sie im Explorer einen Ordner und dann „Start -> Verlauf“.

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