Tipp

Auslagerungsdatei beim Herunterfahren löschen

10.12.2012 | 15:42 Uhr | Heinrich Puju

Die Auslagerungsdatei erweitert bei Bedarf den Arbeitsspeicher, speichert dabei aber auch vertrauliche Informationen wie Kennwörter. So löschen Sie die Datei regelmäßig.

Das Problem: In dieser Datei landen auch Kennwörter und andere vertrauliche Informationen. Wer sichergehen möchte, dass diese nicht über die Windows-Sitzung hinaus gespeichert werden, kann dafür sorgen, dass der Inhalt der Datei „Pagefile.sys“ beim Herunterfahren immer gelöscht wird.

In der Registrierdatenbank lässt sich unter „Memory
Management“ die Anweisung setzen, dass Windows die
Auslagerungsdatei beim Beenden löschen soll.
Vergrößern In der Registrierdatenbank lässt sich unter „Memory Management“ die Anweisung setzen, dass Windows die Auslagerungsdatei beim Beenden löschen soll.

Pagefile.sys überschreiben: Starten Sie die Registrierdatenbank, indem Sie die Tasten Win und R gleichzeitig drücken, im Dialogfenster regedit eingeben, auf „OK“ klicken und die folgende Sicherheitsabfrage bestätigen. Öffnen Sie im Anschluss daran jeweils mit einem Doppelklick auf die Schlüsselnamen den Pfad „HKEY_LOCAL_MACHINE ➞ SYSTEM ➞ CurrentControlSet ➞ Control ➞ Session Manager ➞ Memory Management“. Nun klicken Sie im Bereich rechts neben der Spalte mit den Registrierschlüsseln doppelt auf „Clear PageFileAtShutdown“.

Wenn der Eintrag ClearPage FileAtShutdown fehlt, legen Sie einen neuen Wert mit „Bearbeiten ➞ Neu ➞ DWORD-Wert (32 Bit)“ an. Benennen Sie den Wert ClearPageFileAtShutdown und öffnen Sie ihn per Doppelklick. Im Dialogfenster setzen Sie den Wert auf 1 und klicken auf „OK“. Die Einstellung wird dann durch den nächsten Windows-Start aktiv. Der Ausschaltvorgang dauert allerdings in Zukunft wesentlich länger. Der Grund liegt darin, dass die Datei „Pagefile.sys“ nicht einfach gelöscht wird, sondern Windows beim Herunterfahren ihren Inhalt mit Nullen überschreibt. Diese erhöhte Sicherheit zieht eine längere Ausschaltdauer nach sich.

1516611