1705927

Aus USB-Drucker wird Netzprinter

11.04.2014 | 15:31 Uhr |

Sie wollen Ihren Drucker für alle Rechner im heimischen Netz­werk zugänglich machen, ob­wohl er nur einen USB­-Anschluss und keine Ethernet­-Schnittstelle oder WLAN­Funktionalität mit­bringt? Das geht mit Hilfe des WLAN­-Routers, sofern dieser eine Printserver-­Funktion inte­griert hat wie beispielsweise die Fritzbox 7270.

Um den Drucker für alle Rech­ner zu Hause über die Fritzbox erreichbar zu machen, müssen Sie zuerst den USB-­Fernanschluss für Drucker am Router deakti­vieren. Mit ihm lässt sich der Drucker nur von einem Rechner aus ansteuern. Rufen Sie dazu die Benutzer­oberfläche der Fritzbox auf und wählen Sie „System ➞ Ansicht“. Hier wählen Sie „Expertenan­sicht“ und „Übernehmen“. Ge­hen Sie nun auf „Heimnetz  ➞ USB­-Geräte ➞ Fernanschluss“, und deaktivieren Sie „Drucker (inkl. Multifunktionsdrucker“). Zum Speichern klicken Sie auf „Übernehmen“.

Jetzt stecken Sie das USB­-Kabel des Druckers in den USB­-Anschluss des Routers. Damit dieser unter Windows erkannt wird, muss er konfiguriert wer­den. Unter Windows 7 gehen Sie dazu auf „Start  ➞ Geräte und Drucker“. Per Rechtsklick gelan­gen Sie in die Druckereigen­schaften. Wählen Sie die Regi­sterkarte „Anschlüsse“, und klicken Sie auf die Schaltfläche „Hinzufügen“. Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie per Doppel­klick den Anschlusstyp „Stan­dard TCP/IP Port“ auswählen.

USB-Drucker im Netz: Dank der Printserver-Funktion der Fritzbox lässt sich ein USB-Drucker von mehreren Rechnern im Heimnetz nutzen.
Vergrößern USB-Drucker im Netz: Dank der Printserver-Funktion der Fritzbox lässt sich ein USB-Drucker von mehreren Rechnern im Heimnetz nutzen.

Im „Assistenten zum Hinzufü­gen eines Standard TCP/IP Port Druckerports“ klicken Sie auf „Weiter“. Unter „Druckername oder IP­Adresse“ tragen Sie fritz.box ein, unter Portname die Be­zeichnung Ihres Druckers – bei­spielsweise Canon Pixma iP6000D. Klicken Sie dann auf „Weiter“. Im nächsten Fenster aktivieren Sie „Benutzerdefi­niert“ und gehen per „Einstel­lungen“ auf die Porteinstel­lungen. Unter „Protokoll“ aktivieren Sie „Raw“, unter Port­nummer tragen Sie 9100 ein. Dann schließen Sie zuerst mit „ok“ das Fenster und mit „Wei­ter ➞ Fertigstellen ➞ Schließen“ den Vorgang selbst ab.

26 professionelle Netzwerk-Programme für Verwaltung und Überwachung

In den Druckereigenschaften wechseln Sie auf das Register­blatt „Anschlüsse“ und entfernen das Häkchen bei „Bidirektionale Unterstützung aktivieren“. Mit einem Klick auf „Übernehmen ➞ Schließen“ haben Sie den An­schluss fertig konfiguriert. Über eine Testseite prüfen Sie, ob der Druck über die Fritzbox klappt. Dazu wählen Sie erneut in den Druckereigenschaften das Regis­terblatt „Allgemein“ und klicken auf „Testseite drucken“. Nach einer Weile kommt die Testseite aus dem Drucker. Wiederholen Sie den gesamten Vorgang bei al­len Rechnern und Notebooks Ihres Heimnetzes. Ist der Dru­ckertreiber bereits auf den Gerä­ten installiert, ziehen sich die Sys­teme einfach eine Kopie für den Fritzbox­-Anschluss.

Nachteil: Bei USB­-Druckern, die über den Printserver ange­steuert werden, lassen sich Tin­tenstände und andere Wartungs­infos nicht abrufen. Dafür muss der Drucker lokal per USB am Rechner hängen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1705927