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RAM-Fehler unter Vista entlarven

15.09.2008 | 11:01 Uhr |

Der PC nervt Sie seit neuestem mit sporadischen Abstürzen. Diese treten scheinbar unabhängig von einem bestimmten Programm oder Treiber auf. Sie tippen daher darauf, dass ein Speicherriegel fehlerhaft ist. Mit Windows-Bordmitteln lässt sich das RAM überprüfen.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Vista bringt für den RAM-Check das „Speicherdiagnosetool“ mit. Für XP war das Programm nur als zusätzlicher Download verfügbar. Der RAM-Prüfer testet in zwei Durchläufen, ob der Systemspeicher fehlerhaft ist. Im Standard-Modus benötigt er für 2 GB RAM rund 15 Minuten. Verdächtigt Vista selbst den Speicher als Absturzverursacher, führt es den Test automatisch durch. Aber Sie können die RAM-Diagnose auch jederzeit selbst laufen lassen.

RAM-Test starten: Unter Windows Vista finden Sie das Tool unter „Systemsteuerung, Verwaltung“. Alternativ geben Sie ins Suchfeld „Speicherdiagnose“ ein. Anschließend können Sie auswählen, ob der Test sofort durchgeführt werden soll (Achtung: Gerade bearbeitete Dateien vorher speichern!) oder erst beim nächsten regulären Neustart.

Wenn der PC aufgrund eines Speicherfehlers nicht mehr hochfährt: Booten Sie von der Vista-DVD. Im ersten Installationsmenü klicken Sie auf „Weiter”, dann auf „Computerreparaturoptionen“. Schließlich müssen Sie noch einmal „Weiter“ auswählen, um im folgenden Menü auf „Windows-Speicherdiagnosetool“ zu klicken. Das Tool checkt den Speicher mit unterschiedlichen Zugriffsmustern und Einstellungen.
Konfigurieren: Wie genau der Test vorgehen soll, können Sie im Optionsmenü bestimmen, das Sie per "F1" erreichen: Im Modus „Basic“ nutzt der Test drei Zugriffs-Algorithmen und dauert rund zwei Minuten, bei „Extended“ läuft er aufgrund von 17 unterschiedlichen Zugriffsmustern mehrere Stunden. Um die meisten Speicherfehler zu entdecken, reicht der voreingestellte Modus „Standard“ (8 Testmuster) aus. In den Optionen können Sie außerdem noch auswählen, ob der Prozessor-Cache beim Test aus- oder eingeschaltet sein soll. Wenn Sie ihn deaktivieren, dauert der Test länger, kann die Speicherbausteine aber gründlicher prüfen. Mit "F10" speichern Sie diese Änderungen.

Nach einem Neustart beginnt der Speichertest. Auf diese Weise können Sie übrigens auch das RAM eines XP-Rechners überprüfen. Nach dem Test erfolgt ein Neustart: Dort erwartet Sie eine Windows-Meldung mit den Ergebnissen.

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