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Drei Sicherheits-Tipps von Edward Snowden

15.06.2015 | 09:31 Uhr |

Ende 2014 kam der Dokumentarfilm Citizenfour in die deutschen Kinos. Darin begleitet die Filmemacherin Laura Poitras den NSA-Whistleblower Edward Snowden.

Die meisten Aufnahmen stammen aus Snowdens Hotelzimmer in Hongkong, wo er zwei Journalisten etliche Unterlagen der NSA übergibt. Es sind die Unterlagen, die im Sommer 2013 die Überwachungsprogramme des amerikanischen Geheimdienstes enthüllen. Während dieser Übergabe gibt Snowden en passant drei interessante Sicherheits-Tipps.

IP-Telefone: Bevor Snowden seine Dateien auf das Notebook von Glenn Greenwald kopiert, zieht er das Kabel des Hoteltelefons ab. Er erklärt dazu, dass sich die Mikrofone von IP-Telefonen aus der Ferne einschalten lassen. Und zwar auch dann, wenn der Hörer aufliegt. Unklar bleibt dabei, ob diese Abhörmöglichkeit nur über die zentrale Telefonanlage des Hotels besteht oder ob auch die IP-Telefone in Privathaushalten überwacht werden können.

Zu kurze Passwörter: Der Journalist Glenn Greenwald gibt Snowden sein Notebook, damit ihm dieser die Unterlagen darauf speichern kann. Dafür muss Greenwald zuvor sein System entsperren und gibt ein „nur“ zehn Zeichen langes Passwort ein. Snowden weist ihn darauf hin, dass das generell nicht schlecht ist, die NSA mit ihren Rechenkapazitäten aber nur Stunden bräuchte, um ein 10-Zeichen-Passwort zu knacken. Offensichtlich sollte man also deutlich längere Passwörter wählen. Vermeiden Sie also diesen und die anderen vier häufigsten Passwort-Fehler.

Speicherkarten: Als Snowden das Notebook von Greenwald nimmt, entdeckt er eine Speicherkarte im SD-Kartenanschluss. Er ist erschrocken und will wissen, ob es die SD-Karten von Greenwald sein. Dieser bejaht das. Darauf hin Snowden: „Pro-Tipp. Lassen Sie niemals Speicherkarten an Ihrem Notebook stecken."

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