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Altes Wählscheibentelefon an den Router anschließen

20.07.2015 | 09:33 Uhr |

Alte Telefone sind Schmuckstücke und zu schade, sie der Zeiten wegen außer Betrieb zu nehmen. Doch es gibt Abhilfe.

Wer ein altes Wählscheibentelefon wie das berühmte Modell W48 oder auch sonst ein Telefon mit dem früher verwendeten Impulswahlverfahren (IWV) besitzt, muss es in Zeiten von Voice over IP (VoIP) nicht unbedingt zum alten Eisen tun. Die Betonung liegt auf „unbedingt“, denn nicht jedes alte Telefon funktioniert mit jedem Router und jeder Router-Firmware. Am Beispiel der verbreiteten Fritzbox erläutern wir Probleme und Lösungen.

Die größten Schwierigkeiten bereiten die vor- und fernkonfigurierten Router von AVM, also beispielsweise die Fritzboxen der Kabelprovider. Hier hilft wirklich nur, das Telefon anzuschließen und auszuprobieren. Eine andere (ältere oder neuere) Router-Firmware lässt sich auf diesen Routern nicht installieren. Ist die Fritzbox frei konfigurierbar, hilft unter Umständen eine andere Firmware. Bei älteren Versionen muss man sich allerdings bewusst sein, dass sie Funktions- oder Sicherheitseinschränkungen mit sich bringen. Schließlich bleibt immer die Möglichkeit, hinter das Kabel-Modem oder den eigentlichen Router eine ältere Fritzbox wie das weitverbreitete Modell 7270 zu hängen und an dieses das Telefon mit Impulswahl anzuschließen.

IP-Telefonanschluss: Das sind die Vor- und Nachteile

Darüber hinaus existieren IWV-MFV-Konverter, die zwischen Router und Telefon geschaltet die Wählimpulse in die heute übliche, unterschiedliche Tonfrequenz umwandeln. Sicher funktionieren solche Konverter, die über eine eigene Stromversorgung verfügen. Und schließlich gibt es eine ganze Reihe von (neuen) Retro-Telefonen, die zwar aussehen wie alte Modelle, im Inneren aber mit moderner Technik inklusive Tonwahl arbeiten.

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