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Alternative DNS-Server für mehr Tempo beim Surfen

09.07.2015 | 14:31 Uhr |

Mit alternativen DNS-Servern verringern Sie die Wartezeit beim Surfen und machen Ihren Internet-Zugang etwas sicherer.

Beim Aufruf einer Webseite kontaktiert der Browser gut und gerne mehr als ein Dutzend Server, für die er zuvor per DNS die IP-Adressen erfragen muss. Das kann insgesamt mehrere hundert Millisekunden dauern, bei langsamen oder überlasteten Name-Servern auch länger. Es ist also durchaus einen Versuch wert, statt des DNS-Servers, den Ihnen Ihr Provider zuweist, einen anderen, öffentlich zugänglichen zu verwenden.

Google betreibt beispielsweise unter den Adressen 8.8.8.8 und 8.8.4.4 öffentliche DNS-Server und wirbt damit, dass sie besonders reaktionsschnell sind, weil sie in leistungsstarken und weltweit verteilten Rechenzentren betrieben werden. Außerdem setzt Google auf spezielle Caching-Techniken, um möglichst viele Anfragen ohne Nachfragen bei übergeordneten Name-Servern zu beantworten.

Wenn Sie die öffentlichen DNS-Server von Google nutzen wollen, sollten Sie bedenken, dass Google dadurch genau erfährt, welche Internet-Server Sie kontaktieren. Das Unternehmen gibt allerdings an, diese Infos nach 24 Stunden zu löschen und auch nicht mit Google-Konten zu verknüpfen. Weitere Infos erhalten Sie unter Public DNS .

DSL-Geschwindigkeit testen und tunen

Eine Alternative zu Google ist der Anbieter OpenDNS . Er wirbt ebenfalls damit, dass seine Server 208.67.222.222 und 208.67.220.220 eine hohe Geschwindigkeit bieten. Zusätzlicher Vorteil soll eine besondere Sicherheitsfunktion sein: OpenDNS will verhindern, dass Phishing-Websites geladen werden, also gefälschte Websites, die versuchen, Sie zur Eingabe von Passwörtern oder Online-Banking-Daten zu verleiten. Dazu würde OpenDNS eine ständig aktualisierte Datenbank mit Phishing-Web-Adressen pflegen und sie auf seinen DNS-Servern mit ungefährlichen IP-Adressen verknüpfen.

Um unter Windows die DNS-Einstellung zu ändern, öffnen Sie das „Netzwerk- und Freigabecenter“ in der Systemsteuerung und wählen in der linken Spalte „Adaptereinstellungen ändern“. Klicken Sie das Netzwerk-Gerät, über das Sie mit dem Internet verbunden sind, mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Eigenschaften“. Nun markieren Sie „Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4)“, klicken auf „Eigenschaften“, aktivieren „Folgende DNS-Serveradressen verwenden“ und tragen dort eine der DNS-Adressen als „Bevorzugten DNS-Server“ und eine als „Alternativen DNS-Server“ ein. Den „Alternativen DNS-Server“ nutzt Windows immer dann, wenn der andere nicht oder nicht schnell genug reagiert.

Achtung: Im Web gibt’s zahlreiche weitere kostenlose DNS-Server. Darunter sind aber auch schwarze Schafe, die einige Ihrer Anfragen gezielt auf manipulierte Websites umleiten, die Sicherheitslücken im Browser nutzen, um Ihnen Schadsoftware unterzujubeln.

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