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Alte Printerkartusche Ihres Druckers richtig entsorgen

31.10.2016 | 13:23 Uhr |

Werfen Sie die leere Tinten- oder Tonerkartusche nicht einfach weg! Im besten Fall können Sie damit Geld verdienen.

Sowohl Tintenstrahldrucker als auch Laserprinter verursachen Müll durch leer gedruckte Kartuschen. Schätzungen besagen, dass rund 80 bis 90 Prozent der Patronen nach wie vor mit dem Restmüll entsorgt wird. Das ist derzeit in Deutschland noch legal. Allerdings geht es auch anders. Der Tipp zeigt verschiedene Wege auf, wie Sie Ihre Kartusche der Wiederverwertung zuführen oder damit sogar noch Geld verdienen können.

Recycling über Herstellerprogramme: Die Hersteller der Drucker sind gesetzlich dazu verpflichtet, die leeren Patronen zurückzunehmen und für eine ordnungsgemäße Entsorgung oder Wiederverwendung zu sorgen. Dafür haben unter anderem Brother, Canon, Epson, HP kostenlose Rückgabeprogramme entwickelt. In der Regel fordern Sie über die Webseite des Herstellers ein Rücksendeetikett an. Sie verpacken die alte Kartusche im Karton der neuen Patrone, kleben das Sendeetikett vom Hersteller darauf und bringen das Paket zur Post. Die Rückgabe bezieht sich auf Haushaltsmengen. Für größere Retouren bieten die Hersteller gesonderte Lösungen an. So lassen sich beispielsweise bei Brother spezielle Kartongrößen anfordern. Die Patrone landet im Recycling-Center des Herstellers und wird entweder für den erneuten Gebrauch aufbereitet oder zerlegt. Die Einzelteile lassen sich teils wiederverwerten oder werden nach Vorschrift entsorgt. Allerdings sind die Hersteller nur verpflichtet, sich um die originalen Kartuschen zu kümmern. Patronen von Drittanbietern bleiben hier außen vor.

So sparen Sie Tinte, Toner und Papier

Regionale Entsorger: Wollen Sie die leere Patrone nicht einfach wegwerfen, finden Sie eine Alternative im Wertstoffhof in Ihrer Nähe. Dort können Sie die Kartusche meist in roten Tonnen entsorgen. Gleichzeitig hilft auch das neue Elektrogerätegesetz weiter, das seit dem 24. Juli 2016 gilt. Denn es verpflichtet Händler mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern nicht nur bei einem Neukauf ein Altgerät zurückzunehmen, sondern schließt eine grundsätzliche Rückgabepflicht ein. Diese Vorschrift gilt auch für Online-Händler. Als Altgerät sind Patronen einzustufen, wenn sie mit einem Chip versehen sind. Das ist bei der Mehrheit der Kartuschen der Fall. Wiederum gilt die Rücknahme nur für haushaltsübliche Mengen.

Verkauf an Firmen: Wer Tintenpatrone oder Tonerkartusche fachgerecht entsorgt oder wiederverwendet sehen will und gleichzeitig dem einen oder anderen Euro nicht abgeneigt ist, kann einen Dienstleister wie beispielsweise Geldfuermuell ( www.geldfuermuell.de ) ausprobieren. Das Ankaufsangebot bezieht sich bei diesen Firmen jedoch nur auf bestimmte Patronen – etwa auf die Tintentanks mit eingebautem Druckkopf. Ob sich der Vorgang überhaupt lohnt, stellen Sie auf der Webseite des Unternehmens fest. Dort geben Sie die Patronenbezeichnung oder den Druckernamen ein. Grundsätzlich erzielen Originale höhere Ankaufspreise als Drittanbietertanks, da diese schon einmal durch den Recyclingprozess gelaufen sind. Auch Tintenpatronen mit drei Kammern sind wertvoller als die Pendants nur für schwarze Tinte. Die Spanne reicht von wenigen Cents bis zu mehreren Euros pro Stück. Beachten Sie jedoch, dass der kostenlose Versand oft nur ab einer bestimmten Menge gilt. Liegen Sie darunter, senden Sie das Paket auf eigene Kosten. Außerdem betonen viele Firmen, dass ausschließlich unbeschädigte Kartuschen überhaupt gekauft werden. Passiert etwas während des Transports, gibt es auch kein Geld.

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