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Effektive Fehlersuche im Heimnetzwerk

31.07.2014 | 09:34 Uhr |

Das ist der Alptraum im Heimnetzwerk: Gestern funktionierte das Drucken noch wunderbar, heute findet kein Rechner mehr den Drucker.

Und auch der Fileserver scheint mal sichtbar zu sein, mal nicht. Die Fehlersuche kann dabei schnell zu grauen Haaren führen, wenn man nicht weiß, wonach man sucht. Dabei ist sie eigentlich ganz einfach, wenn man nur systematisch und gezielt vorgeht.

So geht’s: Wenn es lediglich um den Drucker geht, der plötzlich, aber dauerhaft und für alle weg ist, dann sollte man erst einmal prüfen, ob nicht der Drucker selbst ein Problem hat (Netzwerkserver kaputt oder einfach abgestürzt), indem man ihn erst ab- und dann wieder einschaltet. Oft genug löst das ja die fiesesten Netzwerkprobleme. Das gilt auch für Rechner, die plötzlich keine Netzwerkverbindung mehr haben, selbst wenn kein Windows darauf läuft: Ein Neustart bewirkt oft Wunder. Bei der Fehlersuche sollte man möglichst dort beginnen, wo der Fehler auftritt: Wenn alle Rechner den Drucker nicht mehr finden, ist der richtige Startpunkt also der Drucker. Ist ein Server verschwunden, beginnt man am besten dort. Dazu gehört auch, dass man zunächst einmal kontrolliert, ob das Netzwerkkabel am Switch angeschlossen ist, nicht, dass jemand das Gerät weg- und wieder zurückgestellt hat und dabei das Netzwerkkabel vergessen hat.

Derlei Fehler gibt es häufig – und man ist ziemlich überrascht, wenn man schon eine halbe Stunde lang gesucht hat, wie einfach die Lösung doch gewesen wäre. Am gemeinsten aber sind Kabelfehler, die oft nur gelegentlich auftreten: Als Dankeschön gibt es beim Suchen meist den Vorführeffekt – alles funktioniert. Um diesen Fehler trotzdem zu finden, öffnet man am besten eine Eingabeaufforderung ( cmd ins Suchfeld eingeben) und tippt dort ping -t <ad.re.s.se> und verfolgt die Ausgabe. Solange ausschließlich „Antwort von …“ erscheint, ist alles in Ordnung. Sobald aber andere Meldungen kommen (Zeitüberschreitung, Zielhost nicht erreichbar oder Ähnliches), sollte der erste Handgriff das Austauschen des Kabels sein: Das erspart das frustrierende Weitersuchen, wenn man den Hebel zunächst an anderer Stelle ansetzt – und ein Fehler ist das Austauschen nur selten.

Übrigens: Man sollte das bisher genutzte Kabel nicht zurück in die Bastelkiste werfen, wenn die Maßnahme das Problem löst. Dieses Kabel sollte dann direkt zur Entsorgung aussortiert werden, damit man später nicht noch einmal das gleiche Problem hat. Komplizierter wird die Angelegenheit, wenn der Kabeltausch keine Besserung bringt. Dann studiert man am besten erst einmal das Logfile von Windows. Drücken Sie dazu die Tastenkombination Win-E . Klicken Sie dann im Explorer mit der rechten Maustaste den Arbeitsplatz an, und wählen Sie „Verwalten“. Hier wählen Sie „Ereignisanzeige ➞ Windows-Protokolle ➞ System“. Überprüfen Sie bei allen Einträgen mit gelbem (Warnung) und rotem (Fehler) Ausrufezeichen, ob einige der Warnungen und Fehler die Netzwerkkarte betreffen.

Solche Meldungen in gehäufter Form deuten auf einen Defekt der Netzwerkkarte hin – und das zuvor ausgetauschte Netzwerkkabel darf zurück in die Bastelkiste. Nun sollte man die Netzwerkkarte austauschen oder auf dem Motherboard abschalten (Bedienungsanleitung) und eine neue Karte in einen freien PCI(/E)-Slot einbauen. Der zugehörige Treiber installiert sich meist von selbst, wenn man den Rechner wieder hochfährt. Wenn der eigene Rechner bei all diesen Maßnahmen keine Fehler aufgewiesen hat, muss man alle übrigen Rechner im Netzwerk in gleicher Weise durcharbeiten, damit man den Fehler findet.

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