WLAN

Mehr Reichweite mit zusätzlichem WLAN-Router

Freitag den 01.02.2013 um 15:34 Uhr

von Stephan Mayer

Mit einem zusätzlichen Router erhöhen Sie die Reichweite Ihres WLANs.
Vergrößern Mit einem zusätzlichen Router erhöhen Sie die Reichweite Ihres WLANs.
© iStockphoto.com/Mzagajewska
Viele PC-Anwender steigen derzeit von DSL auf VDSL um – die größere Bandbreite und die verbesserten Angebote in Sachen HDTV bei zahlreichen Anbietern sorgen dafür, dass die Nachfrage nach der größeren Bandbreite weiter zunimmt. Ihren alten WLAN-Router können Sie nach dem Umstieg sinnvoll weiterverwenden.
Beim Umstieg von DSL auf VDSL bleibt meistens der bisherige Router übrig, der dann allzu gern als Elektroschrott entsorgt oder via Ebay zum Spottpreis verkauft wird, obwohl das Gerät völlig fehlerfrei funktioniert. Dabei könnte man es auch nutzbringend weiterverwenden. So wäre es beispielsweise sinnvoll, den Router dort aufzustellen, wo ein WLAN-Gerät des Öfteren unter Netzwerkaussetzern leidet, um die WLAN-Abdeckung zum Beispiel in Einfamilienhäusern zu verbessern.

Viele Router verfügen zu diesem Zweck über eine Repeater-Funktion, mit deren Hilfe die WLAN-Anmeldung mit dem gleichen Schlüssel klappt wie am eigentlichen WLAN-Router. Besser schließt man den Router mit einem Ethernet-Kabel an das Netzwerk an und aktiviert den WLAN-Teil des Routers mit eigenem WLAN-Key. Das hat den Vorteil, dass man auch mehrere WLAN-Netzwerke mit unterschiedlichen Rechte-Einstellungen oder IP-Adressblöcken betreiben kann – überdies belegt man nicht die WLAN-Bandbreite mit dem Transport der Daten von einem zum anderen Router. Und die beiden Router müssen sich nicht auf einen gemeinsamen WPA- oder WEP-Key einigen, was zwischen Router/Repeater normalerweise mehr Kopfzerbrechen bereitet als zwischen Rechner und Router.

Auch wenn kein DSL verfügbar ist – dafür ist der neue
VDSL-Router zuständig – funktioniert das bisherige Gerät perfekt
als weiterer WLAN Access Point.
Vergrößern Auch wenn kein DSL verfügbar ist – dafür ist der neue VDSL-Router zuständig – funktioniert das bisherige Gerät perfekt als weiterer WLAN Access Point.

Router als WLAN Access Point einrichten: Zunächst müssen Sie den neuen Router so einrichten, dass er als Verbindung ins Internet funktioniert, und den bisherigen Router abklemmen. Dem bisherigen Gerät geben Sie am besten eine neue IP-Adresse, und dem neuen Gateway die des alten – auf diese Weise lässt sich auf allen Geräten mit manuellen Netzwerkeinstellungen die Gateway-Adresse beibehalten. Darüber hinaus dürfen Sie keinesfalls vergessen, den DHCP-Server, einen standardmäßig auf sämtlichen DSL-Routern aktivierten Dienst, auf einem der beiden Access Points zu deaktivieren, sonst behindern sie sich gegenseitig.

Nachdem das Verstecken der WLAN-SSID (Funkkennung) gegen die üblichen WLAN-Hacker-Tools sowieso nicht hilft, vergeben Sie für jeden der beiden Router eine eigene sprechende SSID (zum Beispiel „Keller“, „Erdg oder „Dach“), die sich auch nach Monaten noch wiedererkennen lässt – das hilft beim Finden des „richtigen“ WLAN-Netzwerks. Zur Not – wenn die SSID in der Nachbarschaft schon benutzt wird, ergänzen Sie die SSID beispielsweise noch um MS für Mozartstraße. Im Anschluss daran vergeben Sie für beide Access Points noch einen WPA2-Schlüssel, sodass das Netzwerk nach dem aktuell besten Stand abgesichert ist. WLAN-Geräte können sich künftig über beide Router in das Netzwerk einbuchen und werden sich normalerweise immer den Access Point aussuchen, der die bessere Feldstärke liefert.

Freitag den 01.02.2013 um 15:34 Uhr

von Stephan Mayer

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