Heimnetzwerk

Mehr Datendurchsatz durch neuen Switch

31.01.2013 | 15:34 Uhr | Stephan Mayer

Es ist sehr praktisch, dass nahezu jeder Internet-Router heute direkt einen 4-Port-Switch mitbringt, an den man den eigenen PC und drei weitere Geräte eines Haushalts anschließen kann. Die verbauten Switches sind aber weder auf maximalen Datendurchsatz noch auf durchgehende Lieferfähigkeit eines Ports ausgelegt, sondern eher auf minimale Kosten.

Vor allem bei Übertragungen von großen HD-Video-Files, beispielsweise an einen Streaming Client am Großbildfernseher im Wohnzimmer, rächt sich das mit Aussetzern und/oder Klötzchenbildung. Eine einfache Lösung schafft hier Abhilfe: Man schließt an den Router einen – preisgünstigen – 5- bis 8-Port-Switch eines namhaften Herstellers an und an diesen wiederum die zu vernetzenden Geräte: Die spezialisierten Switches verfügen über mehr Reserven und eine schnellere CPU, sodass sie seltener Aussetzer produzieren, dafür jedoch besseren Datendurchsatz. Darüber hinaus verfügen diese modernen Geräte in aller Regel über erweiterte Fähigkeiten, sodass man sich um (Kreuz-)Kabel und derlei mehr keine Gedanken mehr machen muss. Und Jumbo-Pakete bieten obendrein mehr Durchsatz – eine Fähigkeit, die Billig-Switches in aller Regel fehlt.


Switch anschließen: Die meisten modernen Switches bieten auf allen Ports „Auto-MDI-X (Medium Dependent Interface – Crossover)“ an – sie passen also ihre Kabelbelegung automatisch an die angeschlossene Gegenstelle an, sodass man den Switch einfach mit einem handelsüblichen Netzwerkkabel an den Router anschließen kann. Dann zieht man die Netzwerkkabel der übrigen Clients vom Router ab und schließt sie an den Switch an. Nun funktionieren alle Verbindungen wieder, es sei denn, der Switch oder der einzelne Port, an den der Router angeschlossen ist, beherrschen kein Autosensing – dann geht die Internetverbindung verloren: Ein Blick in die Bedienungsanleitung schafft Klarheit. Nötigenfalls muss man ein Ethernet-Kabel mit Kreuzbelegung besorgen. Das trifft dann zu, wenn der Switch auf keinem Port MDI-X beherrscht, was heute eher eine Seltenheit ist. Probleme tauchen schon eher zwischen den neuen Gigabit-Switches in Routern und den alten, „guten“ 100-MBit-Switches auf.

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