AMD-Mehrkern-Prozessoren
Versteckte Rechenkerne nachträglich aktivieren
Versteckte Kerne freischalten: Bei vielen Hauptplatinen genügt es, zwei Einträge im BIOS zu
verändern.
Voraussetzung für den Prozessor-Hack ist eine Hauptplatine mit geeignetem Chipsatz. Wenn dieser von AMD/ATI stammt und der für den Datentransfer mit Peripherie-Geräten zuständige „Southbridge“-Chip SB710, SB750 oder SB850 beziehungsweise 720D bei Nvidia-Chipsätzen heißt, stehen Ihre Chancen für die Kernaktivierung gut. Ob eine Platine mit einem dieser Chipsätze in Ihrem PC eingebaut ist, verrät Ihnen das Programm CPU-Z. Auf dessen Registerkarte „CPU“ erhalten Sie Informationen über den Prozessortyp sowie über die Anzahl der aktiven Prozessorkerne (englisch „Cores“). Den verwendeten Chipsatz erfahren Sie auf der Registerkarte „Mainboard“.
Bei MSI-Hauptplatinen mit SB710- oder SB750-Southbridge müssen Sie das „Cell Menu“ aufrufen. Stellen Sie dort „EC Firmware“ auf „Special“ und „Advanced Clock Calibration“ auf „Auto“. Ist die Hauptplatine von Asus, finden Sie die „Advanced Clock Calibration“ im Menü „Advanced -> CPU Configuration“, bei Gigabyte-Platinen in „MB Intelligent Tweaker (M.I.T.)“. Falls vorhanden, setzen Sie „EC Firmware“ auf „Special“ oder „Hybrid“ und „Unleashing Mode“ auf „Enabled“.
Wichtig: Dass Prozessoren mit abgeschalteten Rechenkernen ausgeliefert werden, liegt oft daran, dass die Produktions-Charge die Qualitätskriterien nicht erfüllt hat. Daher kann einer der versteckten Kerne defekt sein, und der PC nach dem Freischalten nicht mehr stabil laufen. Führen Sie deshalb einen Stabilitätstest durch, etwa mit dem kostenlosen Programm Prime 95. Wählen Sie nach dem Start „Just Stress Testing“, und bestätigen Sie mit „OK“.Das Programm führt danach einen Belastungstest durch.
Ein defekter Prozessorkern lässt sich unter Umständen im PC-BIOS abschalten. Die entsprechende Option lautet – sofern vorhanden – „CPU Core Control“ oder „Core-Leveling“. Aktivieren Sie die Funktion, und schalten Sie den Kern aus, der bei Prime 95 versagt hat. Falls diese Option nicht vorhanden ist, müssen Sie die komplette Freischaltprozedur des Prozessors rückgängig machen. Falls der Computer nach der Prozessormanipulation nicht mehr startet, hilft nur noch, die Standardeinstellungen des BIOS zu laden. Eine genaue Anleitung dafür finden Sie im Handbuch der Hauptplatine/des PCs.






