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Das 2,4-/5-GHz-Problem: WLAN mit mehr Tempo

13.10.2016 | 10:16 Uhr |

Für Funknetzwerke nach dem Standard 802.11n sind zwei Frequenzbänder vorgesehen, das 2,4- und das 5-GHz-Band, das in vielen Gegenden deutlich weniger genutzt wird. Allerdings unterstützt nicht jede Hardware das 5-GHz-Band.

Da das 2,4-GHz-Band für die älteren WLAN-Standards 802.11b und g die einzige Option war und entsprechende Geräte noch vielfach im Einsatz sind, sind die dortigen Frequenzen vor allem in dicht bebauten Stadtgebieten oft stark belastet. Zwar ist es ohne weiteres möglich, dass sich mehrere Netzwerke Kanäle teilen. Allerdings sinkt dadurch die Datenübertragungsrate, das Netz wird also deutlich langsamer.

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Es empfiehlt sich daher, auf das 5-GHz-Band auszuweichen, das in den meisten Gegenden deutlich weniger genutzt wird. Dabei sollten Sie jedoch einige Dinge beachten:

  • Nicht jede Hardware, die auf der Verpackung mit dem Standard 802.11n wirbt, unterstützt auch beide Frequenzbänder. Vielfach sind die Geräte nur auf das 2,4-GHz-Band ausgerichtet, wo zwar ebenfalls die 802.11n-Geschwindigkeit von 300 MBit/s brutto erreichbar ist, aber eben nur, wenn keine oder nur wenige andere Netzwerke in der Umgebung vorhanden sind.

  • Wenn der Router beziehungsweise WLAN Access Point auf dem 5-GHz-Band funkt, muss auch der Client, also etwa das Notebook, Smartphone oder Tablet, diese Frequenz unterstützen. Ansonsten kommt keine Verbindung zustande. Geräte, die 802.11n anbieten, sind zwar kompatibel zu Hardware, die nach 802.11b/g arbeitet, aber eben nur im 2,4-GHz-Band.

  • Einige Geräte, etwa die Fritzbox Fon WLAN 7390, können parallel auf beiden Frequenzbändern funken. Clients, die ebenfalls beide Bänder unterstützen, verbinden sich dann automatisch über den am wenigsten genutzten Kanal mit dem Router, ganz gleich, in welchem Frequenzband er liegt. Das ist jedoch nicht immer so. Der Fritz WLAN Repeater 300E etwa verbindet sich prinzipiell immer über das 2,4-GHz-Band mit dem Router, selbst dann, wenn parallel dazu auch das 5-GHz-Band angeboten wird. Ein Wechsel der Frequenz ist nur durch Abschalten des 2,4-GHz-Bands im Router und eine anschließende Neukonfiguration per WEP möglich.

Achten Sie daher beim Kauf darauf, dass Ihre WLAN-Hardware zueinander passt. Der Router mit dem Access Point sollte mindestens 802.11n unterstützen und parallel 2,4- und 5-GHz-Kanäle anbieten. Das Gleiche sollte für einen eventuell notwendigen WLAN-Repeater gelten. Neue Geräte, die nach dem Standard 802.11ac arbeiten, sind übrigens von Haus aus kompatibel zu 802.11b/g und n. Zwar arbeitet 802.11ac selbst nur im 5-GHz-Band. Vorschrift ist bei diesem Standard jedoch auch ein 802.11n-Modus, der das 2,4-GHz-Band verwendet.

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