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5 Zeichen dafür, dass ihr Android-Handy verseucht ist

26.02.2015 | 14:59 Uhr |

Hat sich auf ihrem Android-Smartphone ein Schädling festgesetzt? So spüren Sie ihn auf und werden ihn wieder los.

Immer öfter geraten Smartphone-Besitzer ins Visier von Angreifern. Oft laden sich die Anwender aber selbst die Schädlinge auf das Smartphone, indem sie Apps von dubiosen Quellen herunterladen und installieren. Die Sicherheitsexperten von Bitdefender haben fünf Anhaltspunkte zusammengestellt, die Hinweise auf eine mögliche Malware-Infektion sein können.

Hinweis 1: Akkulaufzeit

Android-Nutzer, die nicht ständig neue Apps installieren oder ihren Akku anderweitig strapazieren, wissen ziemlich genau, wie lange ihr Akku halten sollte. Verkürzt sich die Akkulaufzeit nun auf rätselhafte Weise, könnte dies auf Malware-Aktivitäten zurückzuführen sein. Egal ob die Malware ganz offen auftritt und sich dabei als herkömmliche Anwendung tarnt oder sich vor neugierigen Augen tief im System versteckt, oft verrät sie sich über einen übermäßig hohen Akkuverbrauch.

Hinweis 2: Gesprächsabbrüche und Störungen

Mobile Malware kann sich auch auf die Qualität von ausgehenden und eingehenden Gesprächen auswirken. Gesprächsabbrüche oder Verbindungsprobleme könnten ebenfalls auf das Vorhandensein von Malware hindeuten. Wenn die Schuld nicht beim Mobilfunkbetreiber zu suchen ist, könnte mobile Malware im Spiel sein. Treten solche Gesprächsabbrüche und Störungen regelmäßig auf, sollten Sie zunächst bei Ihrem Mobilfunkanbieter nachfragen, ob das Problem bei ihm liegt. Ist dies nicht der Fall, ist es gut möglich, dass jemand oder etwas versucht, Ihre Unterhaltungen zu belauschen oder andere verdächtige Aktivitäten zu verbergen.

Hinweis 3: Überhöhte Telefonrechnungen

Android-Malware infiziert häufig Geräte und beginnt dann mit dem Versand von SMS-Nachrichten an so genannte Premium-Nummern. Und auch wenn dies ganz offen aus der Telefonrechnung hervorgeht, behalten manche Trojaner ihre Gier dabei auch im Zaum. Sie beschränken sich auf nur eine SMS pro Monat, um keinen Verdacht zu erregen, oder deinstallieren sich selbst, nachdem sie ein tiefes Loch in Ihr Budget gerissen haben.  Egal ob Sie einen Mobilfunkvertrag haben oder ein Prepaid-Handy nutzen, es sollte kein Problem sein herauszufinden, ob Ihr Gerät mit SMS-Malware infiziert wurde.

Hinweis 4: Erhöhte Datennutzung

Malware, die Daten von Ihrem Gerät an Dritte überträgt, lässt sich häufig über Schwankungen bei der Datennutzung aufspüren. Deutliche Veränderungen bei der Menge der herunter- und hochgeladenen Daten können darauf hinweisen, dass jemand oder etwas die Kontrolle über Ihr Gerät erlangt hat. Die Überwachung der übertragenen Datenmengen kann Ihnen Hinweise liefern, ob Ihr Gerät von Malware betroffen ist, die es auf Ihre Daten abgesehen hat. Zudem vermeiden Sie dadurch zu hohe Telefonrechnungen.

Hinweis 5: Leistungsminderungen

Abhängig von den Hardware-Voraussetzungen eines Geräts kann eine Malware-Infektion auch schwerwiegende Leistungseinbußen verursachen, die durch das Schreiben, Lesen und Übertragen von Daten entstehen. Das kann dazu führen, dass ein Gerät mehrfach am Tag neu gestartet werden muss, weil die Malware im Hintergrund so viel Prozessorleistung in Anspruch nimmt, dass Ihre Apps nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. Solche Leistungseinbußen sind ein weiteres Zeichen für eine eventuell vorhandene Malware. Ein Blick auf die RAM- oder CPU-Auslastung kann Aufschluss über das Vorhandensein von Malware geben.

So werden Sie den Schädling wieder los und schützen sich vor künftigen Angriffen!

Der Einsatz einer mobilen Sicherheitssoftware hilft dabei, sich vor Schädlingen zu schützen oder nach einem Befall wieder loszuwerden. Die Sicherheitsexperten von AV-Test haben erst kürzlich 31 Sicherheits-Apps für Android getestet. Die Malware-Erkennungsraten lag durchweg über 90 Prozent bei nur wenigen Fehlalarmen. Eine Übersicht der getesteten Apps und der Testergebnisse finden Sie auf dieser Seite.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, Apps nur über große App-Marktplätze wie etwa Google Play herunterzuladen. Oft werden Bezahl-Apps auf dubiosen Seiten gratis zum Download angeboten. Diese sind dann aber meistens mit Schädlingen voll gepackt.

Während der Installation einer App sollten Sie auch genau beachten, welche Berechtigungen sie fordert. Eine App, die für ihren Einsatzzweck zu viele Rechte fordert, sollten Sie dann nicht installieren. Greifen Sie dann lieber zu einer anderen App.

Weitere Tipps finden Sie in unserem großen Sicherheits-Check für Android-Smartphones.

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