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20.08.2009, 12:14 Uhr

Ratgeber Windows 7

7 Dinge, die Windows 7 fehlen

Viel Zeit ist nicht mehr: Windows 7 erscheint bereits im Oktober 2009. Wir erläutern, welche Funktionen Windows 7 fehlen.
Lesen Sie in diesem Beitrag
Windows 7: Hat Microsoft seine Hausaufgaben gemacht?
Windows 7: Hat Microsoft seine Hausaufgaben gemacht?
Windows 7 erscheint am 22. Oktober 2009. Der Release Candidate (RC) überzeugt bislang mit einer großartigen Integrationsleistung: Die Funktionen sind nahtlos in die Oberfläche eingebaut, so dass der Benutzer intuitiv mit ihnen umgehen kann. Das gilt etwa für die Komponenten Virtualisierung, Bitlocker, Safeguard und Notfallsystem. Hinzu kommt, dass Microsoft den Code gründlich auf Leistung hin getrimmt hat und ganz auf eine funktionale Bedienung des Systems setzt. Hier darf es keine Abstriche mehr geben!

Dennoch gibt es aber auch 7 Dinge, die wir in Windows 7 vermissen:

1. Lizenzierung: Aktivierung absichern oder abschaffen!
Seit XP muss jede Windows-Installation bei Microsoft spätestens nach 30 Tagen aktiviert werden. Der Online-Schlüsseltausch soll die Anzahl der Raubkopien reduzieren. Beim aktuellen Release Candidate von Windows 7 ist es allerdings schon fast provozierend einfach, diese Aktivierung zu umgehen.
Schwacher Schutz: Prinzipiell überwacht der SPP-Benachrichtigungsdienst (Software Protection Platform) die Aktivierung der Lizenz. Wer den Dienst über die Oberfläche (services.msc) oder das eingebaute Kommandozeilen-Tool (sc) deaktiviert und die zugehörigen Dateien (Slui.exe, Sppuinotify.dll, Sppwinob.dll, Sppsvc.exe und Manifest-Dateien im Ordner SPP) nach der Rechte-Übernahme umbenennt oder löscht, muss nicht aktivieren.
Tricksen Sie nicht! Da hierfür weder ein Hack von Systemdateien noch ein Patch-Tool nötig ist, könnten gerade Privatnutzer regelrecht dazu verleitet werden, die Aktivierung abzuschalten. Etwa weil sie nur eine Windows-7-Lizenz besitzen und das System auch auf dem Zweit-PC oder Notebook nutzen möchten. Das Risiko ist groß, denn an jedem Patch-Day könnte ein Update den Dienst reaktivieren, und dann lässt sich Windows nur noch sehr eingeschränkt nutzen. Deshalb unsere Empfehlung: Finger weg von solchen Tricks!
Absichern oder abschaffen: Microsoft sollte zur finalen Version von Windows 7 die technische Hürde zur Umgehung der Aktivierung entweder so weit anheben, dass durchschnittliche Nutzer mit keiner oder nur wenig krimineller Energie sie nicht so einfach überwinden können. Oder der Hersteller schafft die Aktivierung ab und nutzt nur das ausgefeiltere WGA (Windows Genuine Advantage) für die Überwachung der Lizenz.
Heim-Lizenzen: Zusätzlich sollte Microsoft eine spezielle Heim-Lizenz (oder ein Lizenz-Upgrade) für die Home-Premium-Variante von Windows 7 anbieten. Sie könnte es Privatnutzern ermöglichen, Windows 7 etwa auf fünf Rechnern zu installieren. Damit würde in den Haushalten die Frage „Zahlen oder schummeln?“ hinfällig und die Zufriedenheit erhöht.
2. Backup: Complete PC-Sicherung muss auch Privatnutzern angeboten werden!
Sowohl unter Vista als auch unter Windows 7 stellt Microsoft eine komfortable Backup-Funktion für das gesamte System zu Verfügung. Die „Complete PC-Sicherung“ sichert alle Partitionen in eine Image-Datei. Bei Datenverlust oder einem System-Crash lässt sich die Sicherung über das Notfallsystem auf der Vista-/Win-7-DVD zurückspielen.
Sicherung im Netzwerk: Die „Complete PC-Sicherung“ von Windows 7 bietet eine zusätzliche Option an. Das Backup können Sie außer auf eine (externe) Festplatte oder eine DVD auch auf eine Netzfreigabe schreiben.
Backup nur für Große: Der Haken an der Sache ist aber, dass die „Complete PC-Sicherung“ wohl nur in die Büro-Versionen (Professional, Enterprise und Ultimate) von Windows 7 integriert wird. Der Home-Premium-Nutzer bleibt außen vor. Anders als die Nutzer der Büro-Versionen verfügt dieser aber nicht über eine unternehmenseigene IT-Infrastruktur mit Backup-Lösung, sondern muss sich selbst um seine Daten kümmern. Gerade hier würde diese Imaging-Funktion also am meisten Sinn ergeben.
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