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25.07.2003, 11:19 Uhr

Tipp: Windows XP/2000: Benutzerprofile automatisch sichern

So funktioniert es
Das Profilverzeichnis ist der Dreh- und Angelpunkt von Windows 2000 und XP Pro überhaupt. Hier liegen die persönlichen Einstellungen, die Sie für Programme festgelegt haben, sowie Ihre Benutzerdateien, sofern Sie diese im Ordner "Eigene Dateien" speichern. Beim Versagen der Festplatte oder anderem Datenverlust haben Sie das Windows-System viel schneller wieder installiert als das Profil wiederhergestellt - Grund genug, sich um ein Backup zu kümmern. PC-WELT erklärt Ihnen, wie Sie die Benutzerprofile automatisch sichern können.
Anforderung
 
Fortgeschrittener
 
Zeitaufwand
 
Hoch
 

Problem:
Das Profilverzeichnis ist der Dreh- und Angelpunkt von Windows 2000 und XP Pro überhaupt. Hier liegen die persönlichen Einstellungen, die Sie für Programme festgelegt haben, sowie Ihre Benutzerdateien, sofern Sie diese im Ordner "Eigene Dateien" speichern. Beim Versagen der Festplatte oder anderem Datenverlust haben Sie das Windows-System viel schneller wieder installiert als das Profil wiederhergestellt - Grund genug, sich um ein Backup zu kümmern.
Lösung:
Windows 2000 und XP Pro bieten die Möglichkeit, "servergespeicherte" Profile zu verwenden. Das bedeutet, dass Windows beim Abmelden oder Herunterfahren das eben verwendete Profil stets auf einem Server sichert. Diese Funktion können Sie auch ohne Netz nutzen; schließlich besitzt jeder Windows- 2000/XP-Rechner selbst eine Server-Funktion. Wenn Sie den eigenen PC als Profil-Server verwenden, erstellt er bei jedem Abmelden automatisch eine Kopie des aktuellen Profils in einem von Ihnen festgelegten Verzeichnis.
Legen Sie zunächst als Administrator ein beliebiges Verzeichnis fest. Ideal eignet sich eine andere Festplatte - damit besitzen Sie selbst bei einem Hardware-Versagen noch eine Profilkopie. Im Windows-Explorer klicken Sie den Ordner mit der rechten Maustaste an und wählen "Freigabe". Nennen Sie sie beispielsweise "Profile".
Nun wählen Sie in der Systemsteuerung unter "Benutzer und Kennwörter" die Registerkarte "Erweitert" und klicken dort erneut auf "Erweitert". Nach einem Doppelklick auf den Benutzer weisen Sie ihm auf der Registerkarte "Profil" im Feld "Profilpfad" die soeben erstellte Freigabe zu, erweitert um den Benutzernamen:
\\<Server>\<Freigabe>\<Benutzername>
Heißt also Ihr Rechner schlicht "PC", die erstellte Freigabe "Profile" und der Benutzer "Garibaldi", ergibt sich als Profilpfad "\\PC\Profile\Garibaldi".
Nach dieser Vorbereitung kann jeder PC-Benutzer das Server-Backup einsetzen. Über die "Eigenschaften" des Arbeitsplatzes gelangt er zur Registerkarte "Benutzerprofile" und dort über "Typ ändern" an die Option "Servergespeichertes Profil". Ist dieses aktiviert, sichert Windows beim Abmelden oder Herunterfahren das gesamte Profil auf den zuvor eingerichteten Pseudo-Server.
Anders als beim lokalen Profilverzeichnis haben Sie nun auch bei laufendem Betrieb vollen Zugriff auf die Profilkopie. Sie können diese auf CD brennen oder auf andere Art extern sichern. Außerdem können Sie jede Datei, die Sie etwa versehentlich gelöscht haben, einfach wieder aus dem Server-Verzeichnis kopieren, solange Sie sich nicht zwischendurch abgemeldet haben - erst dann nämlich wird sie auch im Server-Verzeichnis gelöscht.
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit:
Nicht selten legt Windows unsinnige Kopien von Benutzerprofilen an, etwa <Benutzername>.000. Diese verbrauchen unnötig Platz und sorgen für Konfigurations-Chaos: Einige Anwendungen speichern ihre Daten ins ursprüngliche Profilverzeichnis, andere in die zuletzt erstellte Kopie. So ist schwer festzustellen, wo sich wichtige Einstellungen wirklich befinden.
Das Problem lässt sich zwar auch ohne "servergespeicherte" Profile lösen, mit diesen jedoch viel einfacher: Melden Sie sich ab und als ein anderer Benutzer mit Administratorrechten wieder an. Dann löschen Sie einfach alle Profile des Benutzers, bei dem dieses Problem auftritt. Bei seinem nächsten Anmelden erstellt Windows sein Profil unter dem ursprünglichen Namen vom Server.
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