Aptitude
So halten Sie Debian und Ubuntu immer aktuell
Für Server-Administratoren gehört das Aktualisieren von Debian-basierten Linux-Systemen wie Ubuntu zum Alltag. Hier steht mit aptitude ein zuverlässiger Paketmanager zur Verfügung, der als Konsolen-Tool auch grafischen Komfort bietet. Wir erklären aptitude.
Lesen Sie in diesem Beitrag
- 1So halten Sie Debian und Ubuntu immer aktuell
- 2Entscheiden Sie sich für eine Paketverwaltung
Egal ob Sie Debian GNU/Linux oder eines seiner Derivate einsetzen: Im Hintergrund werkelt stets die zuverlässige und stabile Paketverwaltung apt. Haben Sie sich einmal mit apt, Synaptic oder aptitude vertraut gemacht, kommen Sie mit all diesen Linux-Systemen zurecht.
Das spartanischere Original: apt
Die apt-Kommandozeilenbefehle gehören sicher zum Standardrepertoire jedes versierten Linux-Anwenders, ist doch auf der Konsole schnell mal ein Paket hinzufügt oder entfernt. Auch Konflikte lassen sich hier flott beheben, Sie stöbern gezielt Pakete auf oder finden die Versionsnummern installierter Software heraus. Für die grafische Oberfläche gibt es zudem das leistungsfähige synaptic.
Komfort für die Konsole: aptitude
Software-Verwaltung auf der Kommandozeile geht aber auch mit mehr Komfort als bei apt: Das neuere Tool aptitude beherrscht alle Funktionen von apt, kann aber noch einiges mehr. Es läuft zwar ebenfalls in der Konsole, bringt aber daneben die Bequemlichkeit einer textbasierten Ncurses-Oberfläche mit, die sich mit der Maus ebenso wie mit der Tastatur bedienen lässt. aptitude unterstützt erweiterte Statusinfos: Es vermerkt, ob ein Paket von Ihnen explizit ausgewählt oder ob es vom System automatisch installiert wurde.
Damit kann aptitude Ihr System besser aufräumen: Automatisch installierte Pakete löscht es ebenso automatisch, wenn sie nicht länger benötigt werden. Wer apt schon kennt, wird kaum Probleme haben, stattdessen aptitude einzusetzen. Die Befehle beim direkten Aufruf sind nahezu identisch.
Damit kann aptitude Ihr System besser aufräumen: Automatisch installierte Pakete löscht es ebenso automatisch, wenn sie nicht länger benötigt werden. Wer apt schon kennt, wird kaum Probleme haben, stattdessen aptitude einzusetzen. Die Befehle beim direkten Aufruf sind nahezu identisch.
Die wichtigsten Befehle:
| aptitude update | lädt die aktuellen Paketlisten aus dem Internet |
| aptitude upgrade | spielt alle verfügbaren Updates ein |
| aptitude dist-upgrade | aktualisiert das gesamte System. Im Gegensatz zu „aptitude upgrade“ kann „aptitude dist-upgrade“ auch zusätzliche Pakete installieren oder nicht länger benötigte Pakete entfernen. |
| aptitude install <paket> | installiert oder aktualisiert das Paket |
| aptitude remove <paket> | entfernt das Paket |
| aptitude purge <paket> | entfernt das Paket samt Konfigurationsdateien |
| Zusätzlich zu diesen Konsolenbefehlen bietet aptitude eine textbasierte Oberfläche, in der Sie mit folgenden Tastenbefehlen navigieren: | |
| <Strg>-<T> | Menü aktivieren |
| </> | Suche nach einem Paket |
| <N> | Suche fortsetzen |
| <+> | hervorgehobenes Paket für die Installation vormerken |
| <-> | hervorgehobenes Paket zum Löschen vormerken |
| <?> | Online-Hilfe anzeigen |
| <Q> | aptitude beenden |
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