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21.07.2008, 09:25 Uhr

Virtueller Brenner

Phantom Drive

Der virtuelle Brenner Phantom Drive lässt sich in jeder Anwendung nutzen, die eine Brennfunktion hat.
Erstaunlich: Das Tool erstellt jedes aktuell existierende Format optischer Medien: CD-R(W)s, ein- und zweischichtige DVDs, wiederbeschreibbare DVDs, DVD-RAM, sämtliche Blu-ray-Disks und sogar die aus der Mode gekommenen HD-DVDs. Das Brennen klappte im Test nicht nur mit den klassischen Brenn-Suiten Nero 8 und WinOnCD 10 einwandfrei. Auch die Brennfunktionen des Betriebssystems ließen sich problemlos nutzen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Windows XP nur Medien bis zu 1 GB unterstützt. Freeware wie CD Burner XP, Deep Burner und Burrrn arbeitete ebenfalls ohne Murren mit Phantom Drive zusammen. Da auf Festplatte geschrieben wird, ist das Tempo entsprechend hoch. Im Test wurden Werte jenseits der 100-fachen CD-Geschwindigkeit erreicht – das schafft kein reales Laufwerk. Erfreulich gering ist der Platzverbrauch der Phantom-Scheiben. So belegt ein frisch erstellter virtueller einmal beschreibbarer Rohling nur 30 KB. Auch nach dem Brennen wird nur der Plattenplatz verbraucht, der der geschriebenen Datenmenge entspricht.

Interessant verhalten sich wiederbeschreibbare Medien. Diese virtuellen Scheiben vereinnahmen laut Windows Explorer von Anfang an den Brutto-Speicherplatz, also gut 4,5 GB für eine DVD+/-RW und knapp 50 GB für BluRay RE DL. Doch tatsächlich werden pro Medium nur weniger als 100 KB auf die Harddisk geschrieben. Nette Funktion am Rande: Die Rohling-Größe von DVD+/-R(W), DVD-RAM und HD-DVD kann vom Benutzer beim Erstellen verändert werden. Diese Option ist aber mit Vorsicht zu genießen! Zwar kamen die meisten Brennprogramme im Test mit dem virtuellen 250-GB-DVD-Rohling gut zurecht - doch wehe, der freie Platz auf der Festplatte reicht nicht aus. Unsere Harddisk lief im Test voll, der Brennvorgang brach vorzeitig ab. Dreist meldete Magix Speed 2 noch ein erfolgreiches Brennen, und es schienen auch alle Dateien auf der virtuellen DVD vorhanden. Doch die gebrannten Videos waren nicht abspielbar.
Handhabung: Korrekt erzeugte virtuelle Medien lassen sich anschließend über Phantom Image oder - noch einfacher - über das Kontext-Menü des virtuellen Laufwerks in Phantom Drive einlegen und wie richtige Scheiben nutzen. Praktisch: Wirft ein Brennprogramm den virtuellen Rohling nach dem Erstellen automatisch aus, so erscheint umgehend ein Phantom-Drive-Fenster zum Wieder-Einlegen. Video-Filmer können ihre fertigen Werke mit Phantom Drive schnell und kostengünstig betrachten – die Software war zum Testzeitpunkt billiger zu haben als zwei Blu-ray-Rohlinge. Spieler, die von den ständigen, lärmenden Laufwerkszugriffen ihrer Software genervt sind, profitieren von Phantom Drive. Besitzer von Notebooks freuen sich unterwegs über längere Akku-Laufzeiten, wenn das stromfressende optische Laufwerk außen vor bleibt. Auch Audio-Daten lassen sich mit Hilfe von Phantom Drive konvertieren. Über den Umweg einer virtuellen Audio-CD erzeugen etwa der Windows Media Player oder iTunes aus den gerippten Tracks MP3-Dateien.
Fazit: Phantom Drive spart Zeit und Geld. Die Anschaffung der Software lohnt für jeden, der häufiger mit optischen Speichermedien zu tun hat. Eine eigene Brennfunktion wäre das Tüpfelchen auf dem i.
Alternative: Ein direkt vergleichbares Programm ist nicht bekannt. Die meisten Brenn-Programme können aber virtuelle Datenträger erzeugen.
BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,0
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 1,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 1,0
GESAMTNOTE: 1,2
Anbieter:
 
H+H Software
 
Weblink:
 
 
Preis:
 
15 Euro
 
Betriebssysteme:
 
Windows 2000, XP, Vista
 
Plattenplatz:
 
ca. 13 MB
 

Schwerpunkt:  Brenner
Ähnliche Themen:  Test, Software, Phantom Drive, virtuell
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