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29.05.2009, 10:55 Uhr

Privatsphäre im Web

Die richtigen Sicherheitseinstellungen für Facebook

Nicht länger Science-Fiction: Bei einem Bewerbungsgespräch wird nicht nur Ihre fachliche Eignung geprüft – Ihr potenzieller Arbeitgeber wertet auch Fakten aus Ihrer Freizeitgestaltung und Ihrem Freundeskreis aus.
Lesen Sie in diesem Beitrag
Bei Facebook sollte man seine Privatsphäre schützen.
Bei Facebook sollte man seine Privatsphäre schützen.
Das Netz“ ist zunehmend zum Hilfsmittel zur Hintergrundrecherche geworden: Infos, die man online über Sie finden kann, beeinflussen Ihre Chancen bei einem zukünftigen Arbeitgeber oder bei der Kreditvergabe durch Ihre Hausbank. Gerade Online-Communities wie Facebook, Myspace oder der deutsche Facebook-Klon StudiVZ konzentrieren eine große Menge an Infos über ihre Mitglieder. Mit den richtigen Einstellungen können Sie aber auch bei Facebook sicherstellen, dass nur die gewünschten Infos öffentlich sichtbar sind, und zudem festlegen, wer sie einsehen kann.
Eine kurze Anmerkung: Seit 2008 ist Facebook auf Deutsch verfügbar. Wir verwenden hier ebenfalls die deutschen Bezeichnungen. Falls „Ihr Facebook“ noch Englisch spricht: Die Umstellung erledigen Sie unter „Settings, Account Settings, Language“ oder am unteren Rand des Facebook-Fensters.
Und noch ein kleiner Tipp: Mit Prism erstellen Sie sich eine Facebook-Anwendung, die dann in einem eigenen Fenster läuft.

Auf Facebook stellen Sie detailliert ein, wer Sie auf der Plattform finden soll.
Auf Facebook stellen Sie detailliert ein, wer Sie auf der Plattform finden soll.
Facebook-Suche anpassen
Eine Recherche über Sie, aber auch die Kontaktaufnahme zu Ihnen, beginnt mit einer Suche nach Ihrem Namen. Möchten Sie dort nur für Ihre Facebook-Freunde auffindbar sein, wählen Sie „Nur Freunde“ unter „Einstellungen, Privatsphäre-Einstellungen, Suche“ in der Drop-down-Liste „Such-Sichtbarkeit“ aus. In den Einstellungen darunter legen Sie fest, welche Informationen über Sie im Suchergebnis preisgegeben werden. Nutzer, die mehr über Sie erfahren möchten, müssen sich erst mit Ihnen anfreunden. Seien Sie aber mit den angezeigten Informationen nicht zu sparsam, sonst können noch nicht einmal gute Bekannte Ihr Profil identifizieren und mit Ihnen Kontakt aufnehmen.
Facebook ist nicht nur ein einziges Netzwerk, sondern hat für Absolventen vieler Universitäten oder Mitarbeiter mancher Firmen Unter-Netzwerke eingerichtet. Dort gibt es eine strengere Kontrolle der Mitgliedschaft, beispielsweise über die Firmen-Mailadresse. Normalerweise möchten Sie auch bei eingeschränkter Such-Sichtbarkeit für die Mitglieder Ihrer Netzwerke auffindbar bleiben. Dazu aktivieren Sie die entsprechenden Optionen unterhalb der „Such-Sichtbarkeit“.
Suchmaschinen-Treffer anpassen
Viele Besucher finden den Weg auf Facebook-Seiten über Treffer bei Google & Co. Für Benutzer, die ihre Such-Sichtbarkeit auf „Alle“ gesetzt haben, erstellt die Plattform einen Sucheintrag, der in den Index der Suchmaschinen aufgenommen wird. Diese Funktion ist für viele Nutzer, gerade für die ohne eigene Website, sehr wertvoll – zumal die Facebook-Sucheinträge von den Suchmaschinen meist hoch bewertet werden. Gäste sehen auf diesen Sucheinträgen weniger Informationen als bei Facebook eingeloggte User. Welche Infos Facebook über Sie anzeigt, überprüfen Sie, indem Sie unter „Öffentlicher Sucheintrag“ auf den Link „Vorschau anzeigen“ klicken.
Möchten Sie keinen Sucheintrag in den Suchmaschinen, deaktivieren Sie die Option „Einen öffentlichen Sucheintrag für mich erstellen...“ ebenfalls unter „Einstellungen, Privatsphäre-Einstellungen, Suche“. Allerdings dauert es dann einige Tage, bis der Eintrag bei Google und anderen Suchmaschinen weg ist. Internet-Surfer können zudem Informationen aus dem Google-Cache aufrufen, auch wenn Sie Ihren Sucheintrag längst deaktiviert haben.
Freundeslisten
Mit Freundeslisten behalten Sie den Überblick über Ihre Facebook-Freunde: Damit teilen Sie diese etwa in die Mitglieder Ihres Fußball-Teams, Ihre Arbeitskollegen und Urlaubsbekanntschaften auf. Sie können jeden Ihrer Freunde dabei auch auf mehrere Listen setzen. Mit Hilfe der Listen können Sie dann etwa eine Nachricht an alle Kollegen auf einmal schicken. Freundeslisten helfen Ihnen aber auch festzulegen, welcher Ihre Freunde welche Informationen sehen darf. Freundeslisten verwalten Sie unter „Freunde“. In der linken Spalte finden Sie eine Übersicht über Ihre Freundeslisten und den Link „Neue Liste erstellen“.
Tipp: Um Ihre Freunde zu einer Liste hinzuzufügen, benutzen Sie am besten die Funktion „Mehrere Freunde hinzufügen“, die sich etwas am rechten Rand versteckt. Für die Kontrolle über den Zugriff auf Ihre Infos kommen die meisten Facebook-Nutzer übrigens mit drei Listen „Freunde“, „Familie“ und „Beruf“ aus. Ihrer Kreativität sind aber keine Grenzen gesetzt.
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