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20.08.2009, 14:03 Uhr

Ein wenig wie das iPhone

Maemo-Handy Nokia N900 erstmals getestet

Eldar Murtazin hat es wieder getan. Der Chefredakteur des russischen Technik-Blogs mobile-review.com konnte lange vor allen anderen eine der heißesten Neuerscheinungen dieses Jahres testen, das Nokia N900. Außerdem hat er erstmals einen Veröffentlichungszeitraum und einen Preis genannt: Das Gerät soll Ende 2009 in den Handel kommen und 550 Euro kosten.
Ein wenig wie das iPhone: Maemo-Handy Nokia N900 erstmals getestet
Ein wenig wie das iPhone: Maemo-Handy Nokia N900 erstmals getestet
Es ist das erste Handy von Nokia, das mit einer neuen Version des Linux-Betriebssystems Maemo kommt. Umso spannender ist daher, wie Murtazin das Smartphone einschätzt. Der russische Technik-Experte, der einen N97-Prototypen noch kritisch beurteilte, ist diesmal von dem Gerät und dem neuen Betriebssystem beeindruckt.

Mit seinen visuellen Effekten, den weichen Übergängen und der guten Reaktion des Touchscreens habe das N900 viele Ähnlichkeiten mit dem iPhone von Apple. Die neuen Benutzeroberfläche unterscheide sich dramatisch von allen anderen Nokia-Handys. "Es wird kein Verkaufsschlager, aber es ist ein Meilenstein für Nokia", so Murtazin weiter. Besonders gut gefallen haben ihm die neuen Kontextmenüs, die sich in Form von Popups öffen und sofort wieder schließen, wenn man auf einen freien Bereich des Touchscreens tippt. Es handelt sich um eine sehr attraktive und funktionale Oberfläche, ist Murtazin überzeugt. Die Screenshots bestätigen seine Eindrücke.
Das N900 gehört zur Internet-Tablet-Serie von Nokia. Die vorherigen Modelle verbanden sich nur über WLAN mit dem Internet, mit dem Neuen kann man auch über GSM telefonieren und mit HSDPA surfen. Der Touchscreen ist 3,5 Zoll groß und hat eine Auflösung von 800×480 Pixel.
Als Hauptprozessor verwendet Nokia den neuen OMAP3430 mit 600 Megahertz von Texas Instruments, der auch im Palm Pre zum Einsatz kommt. Der Arbeitsspeicher ist 1 Gigabyte groß, das ist achtmal mehr als beim N97 oder beim N810, welches oft sehr lang zum Öffnen von Programmen braucht.
Die Autofokus-Kamera mit Linsen von Carl Zeiss hat eine Auflösung von 5 Megapixel und wird durch einen zweifachen LED-Blitz unterstützt. GPS und Beschleunigungssensoren sind auch eingebaut. Der interne Speicher beträgt 32 Gigabyte und kann durch SD-Karten auf 48 Gigabyte erweitert werden. Beim Akku spart Nokia mal wieder. Er ist nur 1320 mAh stark, während die Vorgänger-Modelle mit 1500 mAh bestückt werden.

Schwerpunkt:  Nokia
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