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16.12.2008, 09:30 Uhr

Mini-Laptop mit 3D-Karte

Asus N10J

Netbook oder (Sub)Notebook? Das Asus N10J liegt irgendwo dazwischen: Einerseits bringt es den Netbook-Prozessor Intel Atom und ein 10-Zoll-Display mit, andererseits Netbook-untypisches wie eine 3D-Grafikkarte und Vista Business. Unser Test bringt Klarheit.
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Testbericht

Im Test: Subnotebook Asus N10J
Im Test: Subnotebook Asus N10J
Für Asus ist der Fall eindeutig: Das N10J ist ein Subnotebook - das soll schon das Design verdeutlichen, das sich von der Netbook-Serie Eee PC klar unterscheidet. Das N10J ist in ein champagnerfarbenes Gehäuse gehüllt mit silbernen Zierleisten auf dem Deckel und über der Tastatur. Auch verfügt bisher kein Netbook über eine 3D-Karte - die Mini-Laptops arbeiten mit einer leistungsschwächeren, aber im Chipsatz integrierten Grafiklogik: Das Asus N10J bringt dagegen beides mit: Zwischen der 3D-Karte Nvidia Geforce 9300M GS und der Chipsatz-Grafik Intel GMA950 kann man umschalten. Dafür ist beim Asus N10J allerdings ein Neustart erforderlich - aktuelle Centrino-2-Notebooks mit Wechselgrafik schaffen das auch ohne.

Asus N10J im Sysmark-Vergleich
Asus N10J im Sysmark-Vergleich
Tempo: Beim Rechentempo rangiert das Asus N10J eindeutig auf Netbook-Niveau - es schafft nur lausige 35 Punkte im Sysmark 2007. Ein Atom-Netbook wie das Medion Akoya E1210 ist genauso schnell - oder langsam. Die 2 GB RAM bringen selbst bei speicherintensiven Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitungen keinen Vorteil: Das Asus N10J mit Vista bewältigt diese Aufgaben genauso schnell wie das Medion-Netbook unter Windows XP. Einen deutlichen Vorteil hat das Asus N10J natürlich bei Spielen: Im 3D Mark 06 ist es mit 1556 Punkten um den Faktor 10 schneller als ein Netbook. Das reicht im Praxiseinsatz aber dennoch nur für ältere oder grafisch anspruchslose Spiele beziehungsweise stark reduzierte Effekte: Far Cry ruckelte in der maximalen Auflösung 1024 x 600 Bildpunkten mit 22 Bildern pro Sekunde. Immerhin - für ein Subnotebook ist das ein respektables Ergebnis.

Ausstattung: Wie den Netbooks fehlt dem Asus N10J ein optisches Laufwerk. Dafür hat es aber eine größere Festplatte - sie fasst 250 GB statt der bei Netbooks üblichen maximal 160 GB. Auch die Netzwerk-Komponenten liegen mit Gigabit-LAN, Draft-N-WLAN sowie Bluetooth eher auf Subnotebook- als Netbook-Niveau. Weiterer Vorteil: Das Asus N10J bietet viele Schnittstellen - unter anderem drei USB-Ports, einen HDMI-Ausgang sowie einen Steckplatz für das kleine Expresscard-Format /34. Firewire- und Modemanschluss fehlen, auch Docking-fähig ist das Asus N10J nicht.
Ergonomie: Die Bildqualität des 10,2-Zoll-Displays ist durchaus ordentlich. Zwar fällt die Helligkeit vom Zentrum zu den Displayrändern deutlich ab - das stört aber auf dem kleinen Display nicht besonders. Die Leuchtdichte erreicht im Schnitt fast 200 cd/m2: So kann man draußen auf dem spiegelnden Display wenigstens bei bedecktem Himmel noch etwas erkennen. Das Asus N10J verfügt auch über einen automatischen Lichtsensor, der die Helligkeit ans Umgebungslicht anpasst - in gut ausgeleuchteten Innenräumen funktioniert dies auch ganz ordentlich. Unter Last wird der Lüfter nie lauter als kaum hörbare 0,4 Sone - dem sparsamen Atom-Prozessor sei Dank.

Mobilität: Das Asus N10J wiegt 1,6 Kilogramm. Das ist schwerer als alle Netbooks und auch als viele Subnotebooks: Selbst jene, die ein integriertes optisches Laufwerk mitbringen - aber auch deutlich teurer sind als das N10J. Beim Akkutest brachte das Umschalten auf die integrierte Grafik rund 30 Minuten mehr Laufzeit: Mit aktiver 3D-Karte schaffte das Asus N10J knapp 4,5 Stunden, mit der Chipsatzgrafik über fünf Stunden - sehr ordentlich. Besonders effizient ist das Asus N10J aber nicht: Sein Rechentempo bleibt auch im Akkubetrieb mau - in der gleichen Zeit lässt sich mit dem Asus-Winzling deutlich weniger wegarbeiten als mit einem Subnotebook, das einen Core 2 Duo aus der (Ultra-)Low-Voltage-Familie verwendet: Für den produktiven Business-Einsatz kommt das N10J also kaum in Frage.

Handhabung: Beim Asus N10J liegen die Tasten in einem 18-Millimeter-Raster - sie sind also nur minimal kleiner als bei einem Standard-Notebook. Nur wenige Tasten fallen noch kleiner aus, so dass man fehlerfrei und schnell tippen kann. Weniger gut gefiel uns das glatte, wenig präzise Touchpad.
Fazit: Das Asus N10J ist eine gelungene Mischung aus Netbook und Subnotebook. Mit der 3D-Grafik kann man zumindest wenig anspruchsvolle ältere Spiele genießen. Akkulaufzeit und Ausstattung liegen auf Subnotebook-Niveau, der Preis entspricht aber eher einem Netbook. Wie übrigens auch die sehr mäßige Leistung - wer halbwegs aktuelles Rechentempo benötigt, sollte das Asus N10J meiden.
Alternativen: Ohne spieletaugliche Grafik und mit weniger Schnittstellen kommt das deutlich günstigere Netbook Samsung NC10. Aktuelles Rechentempo bietet das zwei Kilogramm schwere Subnotebook Samsung Q210-Aura P8400 Terence.

Weitere Modelle: Asus N10E-HV013: nur mit Chipsatzgrafik, ohne 3D-Karte, mit 160-GB-Festplatte
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