Falschinformationen en masse
Lesen Sie in diesem Beitrag
- 1Zeitung: Counterstrike schuld am Amoklauf in Erfurt
- 2PC-WELT meint:
PC-WELT meint:
Nach den tragischen Ereignissen in Erfurt ist sicherlich eine Diskussion in der Gesellschaft über Gewalt in Spielen und Spielfilmen nötig. Allerdings sollte diese Diskussion sachlich geführt werden. Der Bericht der FAZ strotzt nur so von Fehlern und vermittelt Menschen, die sich mit der Materie nicht auskennen, einen vollkommen falschen Eindruck vom Spiel "Counterstrike".
In Counterstrike werden weder Passanten noch Schulmädchen virtuell erschossen, es treten zwei Teams an, als "Terroristen" und "Anti-Terroristen". Spielziel von Counterstrike ist auch nicht die Besetzung von Gebäuden oder die Sprengung von Fahrzeugen. Auch der Munitionsvorrat kann nicht so einfach während des Spiels "aufgestockt werden".
Es ist schade, dass die derzeitige Situation für solche Fehlinformationen genutzt wird. Ebenso wie über Computerspiele diskutiert wird, könnte auch über Schützenvereine diskutiert werden. Robert S. war Mitglied in einem Schützenverein und kam so legal in den Besitz der Waffen, mit denen er die 16 Menschen erschoss. Aber nicht jeder, der in einem Schützenverein Mitglied ist, wird zum Amokläufer. Dieser Grundsatz gilt auch für Fans von Computerspielen.
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