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13.07.2009, 12:47 Uhr

Iran-Unruhen

Twitter für den Friedens-Nobelpreis vorgeschlagen

Ein ehemaliger Sicherheitsberater der US-Regierung hat geäußert, dass Twitter für den Friedens-Nobelpreis vorgeschlagen werden sollte. Er begründet seine Meinung mit dem Hinweis auf die Rolle, die Twitter während der Unruhen im Iran gespielt hat und immer noch spielt.
Twitter für den Friedens-Nobelpreis vorgeschlagen
Twitter für den Friedens-Nobelpreis vorgeschlagen
Dies hat der Ex-Sicherheitsberater von George W. Bush Mark Pfeifle vorgeschlagen. Seiner Meinung nach sollte Twitter für den Friedens-Nobelpreis vorgeschlagen werden, für die Rolle, die das soziale Netzwerk während der Unruhen in Iran gespielt habe.

Der "Nobelpreis für Frieden" gebührt laut Testament von Alfred Nobel unter anderem demjenigen, " der oder die am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat" und sich für den Frieden eingesetzt hat.
"Während traditionelle Journalisten gezwungen wurden, dass Land zu verlassen, wurde Twitter zum Fenster für die Welt, um auf Hoffnung, Mut und Horror zu blicken", sagte Pfeifle und fügte hinzu: "(Twitter wurde zum) Reporter und zum Produzenten. Aus diesem Grund sollte Twitter und ihre Macher es wert sein, für den Nobelpreis für Frieden vorgeschlagen zu werden."
"Im vergangenen Monat waren 140 Zeichen genug, um ein Licht auf die Unterdrückung in Iran zu werfen", fügt Pfeifle hinzu und sagte außerdem: "Ohne Twitter hätte die Welt nicht mehr gewusst, als von einem Kandidaten, der verloren hat und die Machtinhaber der Wahlfälschung beschuldigt. Ohne Twitter wären die Iraner nicht aufgestanden für Freiheit und Demokratie. Sie haben es getan, weil sie wussten, dass die Welt ihnen zuschaut."
Während der Unruhen in Iran spielten soziale Netzwerke eine immense Rolle: Bei Twitter wurden an einem Tag und innerhalb einer Stunde über 221.000 Tweets über den Iran gemessen. Außerdem gab es über 2,2 Millionen Blog-Einträge und 3000 Videos, die Iraner erstellt und bei Youtube hochgeladen hatten.
Pfeifle selbst hat Twitter nicht für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Das kann er auch gar nicht. Laut Wikipedia gilt:
Vorschläge für den Friedensnobelpreis können neben den Mitgliedern der Kommission und früheren Preisträgern alle Mitglieder einer Regierung oder des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag sowie Professoren der Fachrichtungen Sozialwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Recht und Theologie und die Leiter von Friedensforschungsinstituten und ähnlichen Organisationen einreichen.
Was halten Sie von dem Vorschlag, Twitter und damit erstmalig ein soziales Netzwerk für den Friedensnobelpreis zu nominieren? Äußern Sie Ihre Meinung doch einfach im Forum!
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