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22.12.2004, 08:35 Uhr
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WLAN einrichten: So bekommen Sie eine stabile Verbindung

Problem: Sie haben Komponenten für ein WLAN gekauft. Doch das Einrichten klappt trotz Handbuch nicht.

Lösung: Gehen Sie anhand unserer Anleitung Schritt für Schritt vor.
Schritt 1: Die richtige Hardware. Prüfen Sie, ob die WLAN-Geräte denselben Standard beherrschen – etwa IEEE 802.11b oder IEEE 802.11g (abwärtskompatibel zu 802.11b). Nur dann können WLAN-Geräte miteinander kommunizieren. Geräte mit Wi-Fi-Logo (www.wi-fi.org) sind auf Kompatibilität geprüft. Neben WLAN-Karten, die einen Rechner ins WLAN bringen, gibt es Access Points (APs). Die arbeiten als Basisstation und verbinden ein WLAN mit einem anderen Netzwerk – etwa einem Ethernet-LAN oder einem DSL-Anschluss.
Schritt 2: Die Hardware installieren. Bei USB-WLAN- Geräten müssen Sie meist vor dem Anstecken das Installationsprogramm ausführen, bei PCI-Karten ist es anders herum – beachten Sie die Anweisungen des Herstellers. Ein Access Point braucht normalerweise keine Treiber, er wird übers Netzwerkkabel konfiguriert. Lässt sich der AP auch über USB einrichten, benötigt er dafür einen Treiber.
Schritt 3: Access Point einrichten. Einen Access Point konfigurieren Sie meist mit dem Web-Browser übers Netzwerk. Dafür haben die meisten Geräte eine voreingestellte IP-Adresse (siehe Handbuch), die Sie im Browser eintragen, etwa „http://192.168.0.227“. Hier nehmen Sie alle Einstellungen für die kabelgebundene (Ethernet oder DSL) und die WLAN-Seite des Access Points vor. Hängt der Access Point etwa per DSL am Internet, geben Sie die Zugangsinformationen Ihres Internet-Providers ein und – falls Sie keine Flatrate nutzen – den Wert für „Timeout“ oder „Idle Time“. Er steht für die Dauer der Nichtaktivität, nach der der AP die Internet-Verbindung automatisch trennen soll.
Schritt 4: Hersteller- oder Windows-Tools. Wir beschreiben das Einrichten der WLAN-Karten mit Win-XP-Mitteln – mit den Hersteller- Tools funktioniert das analog. Öffnen Sie in der Systemsteuerung die „Netzwerkverbindungen“. Im Kontextmenü von „Drahtlose Netzwerkverbindung“ wählen Sie „Eigenschaften“. Auf der Registerkarte „Drahtlose Netzwerke“ aktivieren Sie „Windows zum Konfigurieren der Einstellungen verwenden“.
Schritt 5: Den ersten PC einrichten. Hier gibt es zwei Möglichkeiten – den Infrastrukturund den Peer-to-Peer-Modus.
Damit ein PC per WLAN Kontakt mit einem Access Point aufnimmt (Infrastrukturmodus), klicken Sie im eben geöffneten Dialog auf „Aktualisieren“, markieren den Netzwerknamen (SSID) des Access Points und geben unter „Konfigurieren“ das Passwort für die Datenverschlüsselung ein, falls diese im Access Point aktiviert ist. Die restlichen Einstellungen nimmt der Access Point normalerweise automatisch vor. Bestätigen Sie mit „OK“. Bei weiteren PCs im Infrastrukturnetz gehen Sie analog vor.
Um zwei PCs ohne Access Point zu verbinden (Ad-hoc- oder Peer-to-Peer-Modus), müssen Sie bei einem der Rechner auf „Hinzufügen“ klicken. Zu Testzwecken deaktivieren Sie gegebenenfalls das Kästchen „Datenverschlüsselung“.
Aktivieren Sie „Dies ist ein Computermit- Computernetzwerk (Ad-hoc)...“. Tragen Sie bei „Netzwerkname (SSID)“ eine Bezeichnung fürs Netzwerk ein, und schließen Sie den Dialog mit „OK“. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Allgemein“, und vergeben Sie in den Eigenschaften des „Internetprotokoll (TCP/IP)“ eine IP-Adresse, etwa 192.168.0.2, und die passende Subnetzmaske, etwa 255.255.255.0. Bestätigen Sie mit „OK“. Möchten Sie auf diesem PC Ressourcen freigeben, wechseln Sie auf die Registerkarte „Erweitert“ und deaktivieren die „Internetverbindungsfirewall“.
Schritt 6: Den zweiten PC einrichten. Um weitere PCs mit Ihrem Ad-hoc-Netz zu verbinden, klicken Sie dort auf der Registerkarte „Drahtlose Netzwerke“ auf „Aktualisieren“. In der Liste der „Verfügbaren Netzwerke“ taucht nun die auf dem ersten PC vergebene SSID auf – wenn nicht, versuchen Sie’s einfach nach ein paar Minuten noch einmal. Vergeben Sie auch an diesen PC eine IP-Adresse, etwa 192.168.0.3, und die Subnetzmaske 255.255.255.0. Schließen Sie mit „OK“ den Dialog „Eigenschaften von Drahtlose Netzwerkverbindung“.
Wenn Sie jetzt in den „Netzwerkverbindungen“ die „Drahtlose Netzwerkverbindung“ öffnen, sehen Sie die Stärke des WLAN-Signals. Mehr zum Thema WLAN erfahren Sie im Artikel „Drahtlos surfen“ (unter www. pcwelt.de/Heft-CD).
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