Fotos korrigieren & verarbeiten

Neue Tipps zu Photoshop

Montag den 06.09.2010 um 10:34 Uhr

von Verena Ottmann

Adobe Photoshop CS4 DE Win
Adobe Photoshop CS4 DE Win
Preisentwicklung zum Produkt
Aus dem Bildbearbeitungs-Programm Photoshop kann man weit mehr herausholen, als Sie denken.
Vergrößern Aus dem Bildbearbeitungs-Programm Photoshop kann man weit mehr herausholen, als Sie denken.
© 2014
Photoshop bietet mehr kreative Möglichkeiten, als Sie vermuten. Weil so viele kreative Köpfe damit arbeiten, gibt es immer wieder neue Photoshop-Tricks, versteckte Funktionen und undokumentierte Kniffe.
Photoshop ist eine unübertroffene Goldgrube an innovativen und teilweise kaum bekannten Funktionen für professionelle Bildbearbeitung. Folgen Sie dem Prinzip „Wer suchet, der findet“, können Sie dem Programm eine ganze Menge verstecktes Potenzial entlocken. Wer keine Lust hat, selbst in den Tiefen des Programms nach neuen Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten zu fahnden, der kann sich von unseren neuen Tipps inspirieren lassen. Sie gelten sowohl für die neue Version von Photoshop – CS5 – als auch für die Vorgängerversionen mit der Bezeichnung Photoshop CS 3 und 4.
Die Platzierung von Effekten lässt sich mit
Positionierungs-reglern und Steuerungsrädern einstellen.
Vergrößern Die Platzierung von Effekten lässt sich mit Positionierungs-reglern und Steuerungsrädern einstellen.
© 2014

1. Skalieren
Bilder strecken oder stauchen, ohne den Inhalt zu beschädigen. Beim Skalieren eines Bildes in Photoshop CS4 kann man Teile des Motivs strecken oder stauchen, ohne die Glaubwürdigkeit der Bildkomposition zu beeinträchtigen. Dadurch kann man das Bild besser in das Ausgabeformat einpassen oder fehlende Bildinformationen zum Beispiel auf Grund einer Objektivkorrektur kompensieren. Die Funktion dazu nennt sich „Skalieren, Inhalt bewahren“ und ist im Menü „Bearbeiten“ zu finden. Um diesen Befehl zu nutzen, müssen Sie die Hintergrundebene mit einem Doppelklick in eine gewöhnliche Ebene konvertieren. Die Skalierung wird anhand von Kontrollpunkten vorgenommen. Beim Aufruf dieses Befehls versucht Photoshop, das Vordergrundmotiv automatisch zu erkennen. Dadurch kann der Hintergrund, etwa eine Steinmauer, unabhängig von dem vermeintlichen Vordergrundmotiv gestreckt oder gestaucht werden. Das funktioniert recht zuverlässig unter der Annahme, dass der Betrachter den gestauchten oder gestreckten Hintergrund mangels Referenzpunkten nicht bewusst wahrnimmt. Auf diese Weise bleiben wichtige Details im Vordergrund erhalten, und nur der Hintergrund wird unproportional skaliert, damit das Bild die gewünschten Maße erreicht.

2. Extrahieren
Den Filter „Extrahieren“ in Photoshop CS4 verfügbar machen. In Version CS4 bringt Photoshop den beliebten Filter „Extrahieren“ nicht mehr mit. Benutzer, die bisher mit Photoshop CS3 gearbeitet haben, können den Filter aus ihrer alten Installation übernehmen. Die benötigte Erweiterung trägt den Dateinamen „ExtractPlus.bf8“ und befindet sich im Verzeichnis „\Programme\Photoshop\Zusatzmodule\Filter“. Nach dem Umkopieren dieser Datei aus der CS3- in die CS4-Installation und dem Neustart von Photoshop CS4 können Sie den Filter wie gewohnt über den Menüpunkt „Filter, Extrahieren“ aufrufen. Der Filter „Extrahieren“ funktioniert jedoch nur bei 8 Bit Farbtiefe.

3. Configurator
Eigene Paletten konfigurieren und in Photoshop einfügen. Mit dem Online-Utility Adobe Configurator können Sie eigene Paletten für Photoshop in der Version CS4 aus den am häufigsten benutzten Funktionen und Werkzeugen zusammenstellen. Bei Adobe Configurator handelt es sich um eine Adobe-Air-Applikation. Die Gestaltung von Bedienfeldern verläuft grafisch. Anschließend wird die Palette als eine Photoshop-Erweiterung exportiert und in das Verzeichnis der Erweiterungen von Adobe Photoshop CS4 hineinkopiert („\Programme\Adobe Photoshop CS4\Plug-ins\Panels“). Nach einem Neustart von Photoshop können Sie die neue Palette aus dem Menü „ Fenster, Erweiterungen, <Name> “ aufrufen.

4. Ebenen wählen
Aktivieren einer Ebene mit einem Klick auf die Leinwand. Das Bearbeiten von Bildern, die sich aus sehr vielen Ebenen zusammensetzen, gestaltet sich manchmal etwas schwierig. Möchten Sie beispielsweise eine bestimmte Ebene auswählen, können Sie sie in der Ebenenpalette durch das Ein- und Ausblenden von Ebenen unter Umständen nur mit Mühe auffinden. Es geht aber einfacher. Um eine Ebene zu aktivieren, genügt ein Klick mit dem Verschieben-Werkzeug <V> -Taste bei gedrückter <Strg> -Taste auf eine Stelle der Arbeitsfläche, an der die betreffende Ebene sichtbar ist. Klicken Sie mit dem Verschieben-Werkzeug bei gedrückter <Strg> -Taste auf die Hintergrundebene, deaktiviert Photoshop sämtliche Ebenen.

5. Mehr Ebenen
Aktivieren mehrerer Ebenen mit einem Klick auf die Leinwand. Klicken Sie wiederholt mit dem Verschieben-Werkzeug ( <V> -Taste) auf die Arbeitsfläche, während Sie zusätzlich zur <Strg> -Taste die <Shift> -Taste gedrückt halten, werden alle betreffenden Ebenen aktiviert. Diese Vorgehensweise ist besonders nützlich, wenn Sie auf die Schnelle mehrere Ebenen gleichzeitig verschieben möchten.

6. Verschieben
Eine Ebene mit dem Verschieben-Werkzeug greifen und bewegen. Drücken Sie bei der Arbeit mit einem beliebigen Werkzeug die <Strg> -Taste, können Sie temporär das Verschieben-Werkzeug <V> -Taste nutzen, wenn dabei mindestens eine Ebene aktiviert ist. Beim Loslassen der <Strg> -Taste wechseln Sie automatisch zu dem zuvor genutzten Werkzeug.

Über ein kleines Kontextmenü lassen sich Ebenen leicht mit
der Maus aktivieren.
Vergrößern Über ein kleines Kontextmenü lassen sich Ebenen leicht mit der Maus aktivieren.
© 2014

7. Ebenen aktivieren
Aktivieren bestimmter Ebenen mit der Maus. Ein Klick mit der rechten Maustaste auf einen Pixel der Arbeitsfläche öffnet ein Kontextmenü am Mauszeiger mit einer Übersicht aller sichtbaren Ebenen, die an der aktuellen Stelle Daten enthalten. Auf diese Weise können Sie deutlich schneller auf die gesuchte Ebene zugreifen als über die Ebenenpalette. Wählen Sie den Namen einer Ebene aus dem Kontextmenü am Mauszeiger aus, dann aktiviert Photoshop die betreffende Ebene. Der Befehl „Ähnliche Ebenen auswählen“ aktiviert alle Ebenen, die sich mit der aktuellen Ebene überschneiden. Sind beim Aufruf des Menüs bereits mehrere Ebenen ausgewählt worden, bietet Photoshop zusätzlich einen Befehl zum Verbinden der ausgewählten Ebenen. Die Kombination <Strg>-<Alt>-<A> aktiviert alle Ebenen und Ebenengruppen mit Ausnahme der Hintergrundebene.

8. Ebenenstile
Schatten direkt mit der Maus auf der Leinwand anpassen. Ein Klick auf die Schaltfläche „Ebenenstil hinzufügen“ aus der Ebenenpalette öffnet ein Dialogfenster zum Konfigurieren von Ebenenstilen. Die Platzierung von Effekten lässt sich mit Positionierungsreglern und der simulierte Lichteinfall mit Hilfe von Steuerungsrädern einstellen. Wem diese Vorgehensweise zu mühsam erscheint, der kann Schatteneffekte direkt auf der Arbeitsfläche steuern. Hierzu aktivieren Sie einfach bei geöffneten Dialogfenster „Ebenenstil“ den Eintrag „Schlagschatten“ oder „Schatten nach Innen“, greifen die Arbeitsfläche mit der Maus und ziehen den Schatten an eine neue Position.

Montag den 06.09.2010 um 10:34 Uhr

von Verena Ottmann

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