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PC mit mSATA-Cache beschleunigen

19.09.2012 | 09:09 Uhr |

Hauptplatinen mit den Intel-Chipsätzen Z77, H77 und Z68 sind häufig schon mit einem mSATA-Steckplatz ausgestattet. Diesen können Sie mit einer Mini-SSD bestücken, über die sich Betriebssystem und Programme deutlich beschleunigen lassen. Lesen Sie in unserem Ratgeber, wie das funktioniert und was es bringt.

Wem der bisherige PC zu langsam ist, dem bieten sich mehrere Upgrade-Optionen. Ein schnellerer Prozessor oder mehr Speicher können das System beschleunigen. Am besten steigen Sie gleich auf eine neue Hauptplatine um, die CPUs der aktuellen Generation aufnehmen kann und dann auch noch mit USB 3.0 und schnellen SATA-Anschlüssen mit 6 GB/s ausgestattet ist. Nach dem Umbau stellen dann viele PC-Bastler fest, dass sich alles zwar schneller anfühlt, aber die Steigerung der Taktfrequenz und die Verdopplung des Arbeitsspeichers doch nicht ganz den erwarteten Leistungsschub bringen.

Seitdem schneller Flash-Speicher in Form von SSDs verfügbar ist, wird klar, dass der eigentliche Flaschenhals beim PC die Festplatte ist. Daran haben auch schnelle Laufwerke mit SATA III (6 GB/s) nichts geändert. Denn die reine Transferleistung ist zwar wichtig, entscheidend sind jedoch kurze Zugriffzeiten - und die bieten eben nur SSDs. SSDs sind allerdings immer noch recht teuer. Preisgünstige Modelle bieten nur 120 GB Speicherplatz. Für SSDs mit 256 GB oder mehr muss man im Vergleich deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Eine SSD für den mSATA-Steckplatz ist gerade einmal so groß wie zwei Briefmarken. Die abgebildete RunCore-SSD bietet trotzdem 120 GB Speicherplatz.
Vergrößern Eine SSD für den mSATA-Steckplatz ist gerade einmal so groß wie zwei Briefmarken. Die abgebildete RunCore-SSD bietet trotzdem 120 GB Speicherplatz.

Deshalb bietet es sich an, eine SSD neben der vorhandenen Festplatte als Cache-Speicher zu verwenden.
Das lässt sich bei vielen Hauptplatinen über eine Cache-SSD zusammen mit einer speziellen Software realisieren. Wie das funktioniert und welche Vorteile das bietet, haben wir bereits im Artikel „ Schnellerer PC durch SSD-Cache “ beschrieben. Wer ohnehin einen neuen PC konfigurieren möchte, kann auch eine Hauptplatine mit Intel Z77-Express-Chipsatz wählen. Damit lassen sich gleich zwei Techniken zur Beschleunigung nutzen:

Intel Rapid Start beschleunigt das Betriebssystem beim Aufwachen aus dem Ruhezustand. Beim Herunterfahren wird der Inhalt des Hauptspeichers auf der SSD statt auf der Festplatte abgelegt und beim Hochfahren dann wieder von der SSD gelesen.

Intel Smart Response nutzt dagegen die SSD als Cache-Speicher. Der Treiber analysiert die Programmstarts und legt häufig verwendete Inhalte auf der SSD ab. Diese werden dann bevorzugt von der SSD gelesen. Das sorgt für einen schnelleren Windows-Start aber auch Programme profitieren von der Cache-Technik.  Die Windows-Startzeit kann sich beispielsweise von 50 auf 12 Sekunden reduzieren und Windows reagiert auch nach der Anmeldung fast sofort auf Mausklicks oder Tastatureingaben.

Z77-Hauptplatine Gigabyte Z77 UD5H WIFI
Vergrößern Z77-Hauptplatine Gigabyte Z77 UD5H WIFI

Für den Praxistest haben wir die Hauptplatine Gigabyte Z77X-UD5H in Kombination mit einer Runcore Pro V 120GB mSATA III (RCP-V-T501B-MC)   verwendet. Das Board haben wir mit einem Intel Core i7-2700K Prozessor und 8 GB Hauptspeicher bestückt. Als System-Festplatte kam eine Seagate Barracuda ST2000DM001 (2TB, 7.200 U/min, SATA 3 mit 6GB/s) zum Einsatz.


 

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