1741169

iPhone und iPad als clevere Reisebegleiter

01.11.2013 | 09:11 Uhr |

Mal wieder Ärger am Flughafen? Wir sagen Ihnen, wie Ihnen iPhone und iPad dabei helfen, Verspätungen, Ausfälle und außerplanmäßige Übernachtungen zu überstehen.

Vielflieger sind eine gefährdete Spezies. Vor allem in Wintermonaten, wenn Schnee, Eis und andere, harsche Wetterbedingungen jeden Flug zu einer Herausforderung werden lassen. Die Flieger heben verspätet vom Startflughafen ab, weil die Enteisungsmaschinen kaum hinterher kommen; in der Luft plagen die Fluggäste Turbulenzen; und kurz vor der Landung dreht die Maschine noch etliche Extra-Runden, in der Hoffnung, das Wetter am Zielort schlägt extra für den Landeanflug nochmal gen Sommer um. Verspätungen von 23 und mehr Stunden sind bei Interkontinentalflügen keine Seltenheit. Umso besser, wenn man weiß, wie Mobilgeräte den Ärger etwas lindern können - und wo auch ihre Grenzen erreicht sind.

Geschäftsreise: Problemlos reisen mit Notebook und Smartphone

Stressvermeidung fängt schon bei der Wahl der Fluggesellschaft an. Viele Menschen legen dort vor allem Wert auf ausreichende Beinfreiheit; wie viel ausreichend ist, muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden. Ebenfalls wichtig: Viele Airlines bieten mittlerweile Steckdosen direkt am Platz an - so versagen iPhone, iPad und Notebook zumindest im Flugzeug nicht den Dienst. Man kann damit arbeiten, seine Mailkorrespondenz erledigen oder sich unterhalten lassen, wenn es das Filmangebot im Flieger mal wieder nicht tut. Verzichtbar ist hingegen das mittlerweile ebenfalls verbreitete WLAN im Flugzeug, das vor allem völlig überteuert ist. Nutzen Sie es also nur im Notfall, oder wenn Sie etwas wirklich wichtiges online erledigen müssen, das keinen Aufschub duldet. Das ist bei den meisten Passagieren allerdings eher selten der Fall.

Steckdosensuche

Informieren Sie sich schon vor dem Flug darüber, wo genau sich die Stromsteckdose im Flugzeug befindet, denn im Sitzen sind sie nur schwer zu finden. Verfügt die Fluggesellschaft Ihrer Wahl nicht über diesen Komfort, ist das angesichts der recht langen Akkulaufzeiten von iPhone und iPad auch kein Beinbruch. Android-Geräte haben's da in aller Regel schwerer. Dauert Ihr Flug allerdings mehr als 8 oder 10 Stunden, können fehlende Auflademöglichkeiten auch für Apples Flaggschiffe zum Problem werden.

Mobiles Zubehör: Smartphones immer und überall aufladen

Die Lektion: Gehen Sie ausschließlich mit voll geladenen Geräten aus dem Haus,auch wenn Sie eigentlich nur einen einstündigen Flug vor sich haben. Sie wissen nie, was Mutter Natur mit Ihnen vor haben könnte. Sofern es Steckdosen am Flughafen gibt, nutzen Sie sie, während Sie auf Ihren Flug warten. Haben Sie an einigen Flughäfen häufiger einen Aufenthalt, lohnt es sich auch, eine Liste anzulegen, ob und wenn ja wo sich am Flughafen Auflademöglichkeiten befinden.

Automatisches Umbuchen

Besonders ärgerlich ist es, wenn man wegen schlechten Wetters oder aus anderen Gründen seinen Anschlussflug verpasst. Nichtsdestotrotz sind in diesem Fall einige Airlines hilfreicher als andere. Zum Beispiel United : Verpasst man hier einen Anschlussflug wegen Verspätung, bucht die Fluglinie den Kunden automatisch auf einen späteren Flug um - ganz ohne lästiges Anstehen und Warten am Service-Schalter. Hat man zudem die iOS-App der Fluggesellschaft installiert, bekommt man sein neues elektronisches Ticket automatisch aufs Smartphone. Eine ideale Ergänzung dazu ist die Passbook-App fürs iPhone, die solche und andere Tickets handlich und übersichtlich an einem Fleck verstaut.

So praktisch ein elektronisches Ticket auf dem Smartphone (wie die "Mobile Bordkarte" der Lufthansa) aber auch ist, das System hat seine Schattenseiten. Die zeigen sich vor allem, wenn unvorhergesehen technische Schwierigkeiten auftreten, etwa Ausfälle des Ticketsystems. Dann können elektronische Bordkarten nicht mehr gelesen werden und es bleibt nur das Ausweichen auf ein Papierticket. Was aber tun, wenn zum Ticket die Buchungsnummer fehlt oder das Ticket über eine Agentur gebucht wurde und die Identifizierung mit der Kreditkarte demnach auch fehlschlägt? Am besten druckt man sich deshalb sein Ticket zusätzlich zur elektronischen Version nochmal aus und nimmt es mit - man weiß ja nie...

Das Hauptrisiko bei einem Smartphone-Ticket stellt jedoch das Smartphone dar, genauer gesagt: dessen Akkulaufzeit. Laden Sie Ihr Smartphone also immer vor dem Flug auf, damit Ihrem Smartphone nicht direkt vor dem Boarding der Strom ausgeht und Sie Ihre mobile Bordkarte nicht mehr vorzeigen können.

Die Lektion: So bequem sie auch sind, verlassen Sie sich nicht nur und ausschließlich auf die Airline-Apps, elektronischen Tickets und Mail-Informationen. Vor allem Apps enthalten oft veraltete und demnach falsche Informationen - zum Beispiel, wenn kurzfristig ein Gate verändert wird. Achten Sie also auch auf Anzeigetafeln und Durchsagen.

Manchmal braucht es Menschen...

Sie kennen vielleicht diesen Fall: Der Anschlussflug ist verspätet und fliegt statt geplant um 13 Uhr um 16 Uhr - am nächsten Tag. Es wird also Zeit, sich zwangsweise nach einer unfreiwilligen Bleibe für die Nacht umzusehen. Wenn witterungsbedingt viele Flüge gleichzeitig ausfallen, sind Hotels in der Nähe des Flughafens oft hoffnungslos überfüllt. Wer sich in dem Fall ahnungslos am Service-Schalter der Airline einfindet, in der Hoffnung, sie würden ihm ein Hotelzimmer zuweisen, wartet oft stundenlang für nichts - Airlines tun das heutzutage nicht mehr.

Nützliches Zubehör: Die 10 besten Gadgets für Geschäftsreisen

Wenn man die Umgebung nicht kennt und auch keine langen Fahrtzeiten vom Flughafen zum Hotel auf sichnehmen will, telefoniert man am besten mit der Reiseagentur, bei der man seinen Flug gebucht hat. Die Telefonnummern sind meistens in der Buchungsbestätigung zu finden, die man oft per Mail aufs Smartphone bekommen hat. Die Agenturen helfen einem dann nicht nur dabei, ein passendes Hotel in der Nähe zu finden, sondern können auch gleich die Buchung vornehmen, damit auf jeden Fall ein Zimmer frei ist.

Doppelt hält besser

Manchmal ist das Umbuchen auch komplizierter als oben beschrieben. In manchen Fällen sogar so kompliziert, dass es sich lohnt, sowohl ein Smartphone als auch ein Tablet mit sich zu führen. Und zwar ein Tablet mit Zugriff auf mobile Netzwerke, also mit einer 3G-Sim-Karte. Stellen Sie sich vor, Sie müssen einen Flug telefonisch umbuchen, bekommen nach ewigen Warteminuten in der Leitung endlich einen Service-Mitarbeiter an die Strippe. Der bucht Sie auf einen neuen Flug, schickt Ihnen das neue Ticket per Mail zu und bittet Sie gleichzeitig telefonisch nachzusehen, ob Sie das Ticket erhalten haben. Dafür brauchen Sie dann ein weiteres 3G-fähiges Mobilgerät.

Sicher unterwegs: Tablets auf Reisen schützen

Das iPad gibt es auch in einer Version für mobile Netzwerke - Vielreisende sollten in jedem Fall auf diese Fassung zurückgreifen und sich nicht bloß auf die WiFi-Version verlassen. Denn noch immer ist kostenloses WLAN an vielen Orten eine Seltenheit, auch an Flughäfen. Android-Nutzer beherrschen ebenfalls 3G.

Die Lektion: Nehmen Sie ein Tablet und ein Smartphone mit auf Reisen, oder benutzen Sie ein CDMA-fähiges Gerät. Nur so können Sie gleichzeitig telefonieren und surfen, was manchmal überaus hilfreich ist. Auch sonst ist die Smartphone-Tablet-Kombi nützlich, da man sich auf einem Tablet lange Wartezeiten deutlich besser vertreiben kann, als auf kleinen Smartphone-Displays. In jedem Fall kann es nie schaden, die Stärken beider Geräte bei der Hand zu haben.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1741169