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Das iPhone als digitales Wand-Gadget - so geht's

21.02.2016 | 09:31 Uhr |

Es gibt eine Menge Dinge, was man mit einem ausgedienten iPhone machen kann. Zum Beispiel verkaufen, was sich vor allem bei den jüngeren Modellen anbietet. Aber ein Modell 3 oder 4 macht sich auch gut an der Wand.

Ein Smartphone als elektronische Deko für die Wohnzimmerwand scheint erst einmal nur etwas für Nerds zu sein. Etwa so, wie sich ein ausgedientes Mainboard aufzuhängen. Mit der richtigen „Verpackung“ allerdings wird ein Schuh daraus und ein iPhone 3 oder 4 zu einer Zierde auch für jede Designer-Wohnung voll mit hochwertigem Interieur. Das Konzept habe ich „the Reframe“ getauft und dahinter verbirgt sich ein Rahmen, in dem das Telefon elegant verschwindet. Das Besondere an dieser Lösung: Mit verschiedenen Apps und dank der zahlreichen Sensoren kann die Wandkunst (wall art) sehr fantasievoll und kreativ genutzt werden. Dabei ist es nicht einmal schlimm, wenn der Akku schwach ist; das Iphone kann angesichts von zwei Watt Leistungsaufnahme auch im Netzbetrieb laufen.

Siehe auch: So nutzen Sie Ihr altes Smartphone doch noch produktiv

Die Wahl des iPhones

Die Anleitung hier bezieht sich auf zwei ältere Modelle, das Iphone 3/3GS und 4/4S. Die Entscheidung muss man am Anfang des Projektes treffen, denn die Abmessung variieren etwas. Prinzipiell ließe sich das Ganze aber auch mit den 5er- oder 6er-Geräten umsetzen, aber das ist schon etwas dekadent, weil die Smartphones bei vielen noch nicht zum alten Eisen gehören.

Abhängig vom iPhone-Modell muss der Rahmen angepasst werden.
Vergrößern Abhängig vom iPhone-Modell muss der Rahmen angepasst werden.

1. Die Frontplatte

Die Frontplatte ist der wichtigste, weil es der sichtbare Teil der Wanddeko ist. Hier empfiehlt sich also exaktes Arbeiten, idealerweise mit einem Lasercutter. Die Platte sollte 13,65 x 13,65 cm messen und genau in der Mitte ein kreisrundes Loch mit 4,45cm Durchmesser besitzen. Hat man keinen Lasercutter, tut es eine Lochsäge oder zur Not auch ein Skalpell, sofern man eine ruhige Hand hat. Die Platte sollte aus opakem, also lichtundurchlässigem Acryl bestehen und etwa 1,5 mm stark sein. Schwarz bietet sich an, aber man kann auch mit anderen Farben experimentieren.

1. Die Frontplatte
Vergrößern 1. Die Frontplatte

2. Die Rahmenteile vorbereiten

Vom Bauprinzip identisch, von den Abmessungen aber abhängig vom verwendeten Telefon wird nun der Rahmen aus MDF zugeschnitten. Alternativ tut es auch Sperrholz; beides gibt es im Baumarkt. Dabei gelten folgende Maße.
Iphone 3G/3GS (siehe Grafik)

1. (6 mm MDF) - 13.65 cm x 13.65 cm  2. (12 mm MDF) - 13.65 cm x 0.95 cm  3. 2x (12 mm MDF) - 3.5 cm x 11.75cm  4. 2x (12 mm MDF) - 5 cm x 0.95 cm  

Iphone 4/4S (siehe Grafik)

1. (6 mm MDF) - 13.65 cm x 13.65 cm  2a. (12 mm MDF) - 13.65 cm x 0.95 cm  2b. (6 mm MDF) - 13.65 cm x 0.95 cm  3a. 2x (12 mm MDF) - 3.8 cm x 11.75cm  3b. 2x (6 mm MDF) - 3.8 cm x 11.75cm  4a. 2x (12 mm MDF) 5 cm x 0.95 cm  4b. 2x (6 mm MDF) - 5 cm x 0.95 cm  

Ein Hinweis: Das Iphone ist ein US-amerikanisches Gerät, weshalb es eigentlich zöllige Maße hat. Korrekterweise müsste man eigentlich satt 6 mm MDF 1/8 Zoll verwenden, statt 12 mm 1/4 Zoll.

2. Rahmenteile vorbereiten
Vergrößern 2. Rahmenteile vorbereiten

3. Rahmenteile leimen

Nun werden die Teile zusammengeklebt; die Grafik zeigt wie. Dabei kann normaler Holzleim verwendet werden. Aber dezent, denn an Stellen, an denen Leim ausgetreten ist und weggewischt wurde, hält später der Lack nur schlecht.

3. Rahmenteile leimen
Vergrößern 3. Rahmenteile leimen

4. Das Finish

Ist der Kleber sorgfältig ausgehärtet, kann man das Ganze mit einem Schleifklotz und Sandpapier mit 100er Körnung schmirgeln. Um die Stöße an den Ecken ordentlich zu gestalten, empfiehlt sich vorm Schmirgeln der Einsatz von Spachtelmasse oder Möbelkitt. Anschließend kann der Rahmen vom Staub befreit und in einer Farbe nach Wahl lackiert werden. Nachdem die Farbe getrocknet ist, muss man noch einen Aufhänger montieren. Hier hat man von doppelseitigem Klebeband über eine Bilderöse bis hin zum direkten Andübeln alle Möglichkeiten, die die Befestigungstechnik so zu bieten hat. Beim direkten Verschrauben sollte man allerdings darauf achten, Senkkopfschrauben zu verwenden und diese auch ordentlich zu versenken.

4. Das Finish
Vergrößern 4. Das Finish

5. App-Konfiguration

Jetzt geht es an das Herzstück selbst, das IPhone. Hier wird die automatische Sperre unter Einstellungen/Allgemein deaktiviert. Außerdem kann man noch die Helligkeit und den Kontrast anpassen, eventuell etwas höher schrauben. Nun hängt es davon ab, was der Rahmen machen soll, welche App man aktiviert. Eine Foto-Slideshow lässt sich mit der nativen Foto-App realisieren, mit entsprechender Konfiguration in der App zum Beispiel auch per Zufallsauswahl. Für eine Uhr sucht man sich eine geeignete App im Store und wer Videosequenzen als Loop darstellen will, findet auch passende Tools .

5. App-Konfiguration
Vergrößern 5. App-Konfiguration

6. Der Zusammenbau

Ist das IPhone fertig konfiguriert, wird der Rahmen an die Wand gehängt und das Telefon an die Stromversorgung angeschlossen. Dann erfolgt der letzte Schritt, die Befestigung des Deckels mit dem Kreisausschnitt. Das macht man an besten mittels hochwertigem doppelseitigem Klebeband an den vier Ecken. So hat man die Möglichkeit, jederzeit die Funktion seines Wandschmucks zu ändern.

6. Der Zusammenbau
Vergrößern 6. Der Zusammenbau
Video: Apple iPhone 6s & 6s Plus im Test
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