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If this then that automatisiert das Leben im Web

23.08.2014 | 10:12 Uhr |

Wenn, dann – das ist das Prinzip des Online-Dienstes „If this then that“. PC-WELT erklärt das Portal, das Aktionen zwischen sozialen Netzwerken und anderen Online-Services automatisiert.

If this then that klingt nach einer Programmiersprache oder komplexen Regeln bei Excel-Berechnungen. Doch hinter der Abkürzung IFTTT steckt ein praktischer Web-Service, der andere Online-Dienste über Bedingungen miteinander verknüpft: Passiert in meinem Account eines Dienstes dies, folgt bei einem anderen Dienst eine bestimmte Reaktion. Bekomme ich beispielsweise eine E-Mail mit Anhang, soll dieser gleich in meiner Dropbox und damit auf allen darüber synchronisierten Rechnern und Mobilgeräten gespeichert werden.

Mehr als 70 Channels mit mehreren Zehntausend fertig konfigurierten Aufgaben stehen bei IFTTT zur Verfügung. Wem das nicht reicht, kann schnell eigene Aufgaben erstellen.
Vergrößern Mehr als 70 Channels mit mehreren Zehntausend fertig konfigurierten Aufgaben stehen bei IFTTT zur Verfügung. Wem das nicht reicht, kann schnell eigene Aufgaben erstellen.

Dieses Beispiel ist nur eine von mehreren Zehntausend vorkonfigurierten Bedingungen („Recipes“), die IFTTT so bietet. Übersichtlich sortiert in mehr als 70 Channels lässt sich über die dort abgebildeten Dienste schnell das Passende heraussuchen. Wer nach dem genannten Recipe sucht, findet es also sowohl im Dropbox- als auch im E-Mail-Channel.

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Innerhalb der Channels lässt sich die Auswahl der Bedingungen oder Aufgaben nach verschiedenen Kriterien einschränken. Zum einen hilft die Sortierreihenfolge beispielsweise nach neuen oder populären Einträgen. Zum zweiten kann man durch Markieren der „Trigger“-Option innerhalb eines Channels und eine Rubriken spezifische Bedingung – wie bei Facebook: „You are tagged in a photo“ (Du wurdest in einem Bild erkannt) – schneller durch die Trefferliste scrollen. Genauso funktioniert die Eingrenzung über „Actions“, also über die Folgeaktionen. Drittens erlaubt die Suchfunktion die gezielte und mehrere Begriffe kombinierende Suche: So werden aus mehr als 10.000 Einträgen für den Begriff „Facebook“ durch Ergänzung mit „Picasa“ und „Photo“ knapp überschaubare 30 Treffer.

Über die Suchfunktion nach Stichworten lassen sich schnell die Aufgaben eingrenzen, die man tatsächlich sucht.
Vergrößern Über die Suchfunktion nach Stichworten lassen sich schnell die Aufgaben eingrenzen, die man tatsächlich sucht.

Cleverer Service mit tausenden Lösungen – und Datenschutzbedenken

Am Anfang steht wie bei jedem anderen Web-Service die Anmeldung: Wer noch keinen Account bei IFTTT hat, erstellt hier einen neuen. Ihr Dashboard, also Ihre IFTTT-Startseite, zeigt zunächst nur eine Auswahl aktivierter Channels. Über die Schaltfläche „Add more channels“, Auswählen der gewünschten Rubrik und Anklicken von „Activate“ können Sie den Channel für sich nutzen.

Dabei erhalten Sie eine Verknüpfungsanforderung, in der Sie Ihre Daten des angeforderten Web-Service eingeben müssen. Denn ohne, dass IFTTT Ihre Accounts der beteiligten Online-Dienste inklusive Passwort kennt, kann es auch nichts machen. An dieser Stelle aber muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er einem Online-Service die Daten mehrerer anderer persönlicher Accounts anvertrauen möchte – Datenschützer finden das zum Teil bedenklich.

Dessen ungeachtet, ist der Dienst „If this then that“ ungemein praktisch, weil es eben schon zigtausende fix und fertige Aufgaben gib: „Wenn es morgen regnet, schick mir eine E-Mail“, „Synchronisiere meine Online-Speicher von Google Drive und Skydrive“ oder  „Speichere markierte E-Mails beim Notizdienst Evernote – drei Beispielen von Zehntausenden, der Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Fehlt einmal etwas, lassen sich eigene Aufgaben schnell und einfach in wenigen Schritten selbst erstellen.

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