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Zwölf Antworten zu Xen

26.05.2007 | 21:38 Uhr |

Xen ist zum ernst zu nehmenden Konkurrenten für kommerzielle virtuelle Server gereift. Unser Xen-FAQ liefert Ihnen Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die freie Virtualisierungssoftware.

Was ist Xen und wofür eignet es sich?

Xen ist eine freie Software für die Server-Virtualisierung. Sie ermöglicht die parallele Ausführung verschiedener Betriebssysteme wie Linux, Solaris und Windows auf einem Rechner. Das OpenSource-Produkt eignet sich für den Enterprise-Einsatz und dient der Server-Konsolidierung sowie der Flexibilisierung von IT-Umgebungen.

Xen war ursprünglich ein Projekt der University of Cambridge und erschien erstmalig 2003. Später ging es in die aus dem Projekt ausgegründete Firma Xensource Inc. über, die das Produkt professionell vermarktet. Xen profitiert seit Anbeginn von einer großen Unterstützung seitens der Industrie, beispielsweise steuerten IBM, Intel, AMD, Microsoft und Sun große Teile des Codes bei.

Xen gilt aufgrund seiner Hypervisor-Architektur als besonders leistungsfähig und performant. Der Virtual Machine Monitor unterstützt neben dem Paravirtualisierungs-Modus (für den die Gast-Betriebssysteme modifiziert werden müssen) auch die vollständige Virtualisierung auf Basis der Prozessoren von Intel (,,Intel VT", ehemals ,,Vanderpool") und AMD (,,AMD-V", ehemals Pacifica).

Läuft Xen nur unter Linux, oder unterstützt es auch andere Betriebssysteme?

Der Xen-Hypervisor läuft neben Linux auf BSD-Systemen sowie Open Solaris (derzeit noch Betastadium). Diese Betriebssysteme werden im Paravirtualisierungsmodus auch als Gäste unterstützt, da entsprechend modifizierte Kernels existieren. Der hardwareunterstützte Virtualisierungsmodus im Zusammenspiel mit Intels Core-2-Duo-Prozessor oder den neuen AMD Opterons erweitert die Unterstützung auf eine Vielzahl von Gast-Betriebssystemen, die nicht angepasst sein müssen, darunter auf jene von Microsoft Windows (XP, 2003, Vista).

Xen unterstützt Prozessoren mit x86-Architektur (32 und 64 Bit, PAE), eine Portierung auf PPC liegt als Prototyp vor. Eine Sparc-Ausführung ist noch nicht in Sicht.

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