159668

Zweit-PC mit Virtual Box einrichten

29.06.2009 | 10:47 Uhr |

Besonders einfach und schnell erstellen Sie einen virtuellen Rechner mit der für Privatnutzer kostenlosen Software Virtual Box von Sun. Darin lässt sich Windows oder eine Linux-Distribution installieren.

1. Software installieren
Installieren Sie Virtual Box und folgen Sie den Anweisungen des Setup-Assistenten. Übernehmen Sie alle vorgeschlagenen Einstellungen. Die Einrichtung der Software erfolgt in englischer Sprache. Beim ersten Programmstart erscheint die Software dann deutschsprachig.

2. Neuen PC erstellen
Im Hauptmenü von Virtual Box klicken Sie auf „Neu“. Geben Sie einen Namen für den neuen virtuellen Rechner ein. Als Nächstes wählen Sie im Ausklappfeld darunter das gewünschte Betriebssystem aus, das Sie einrichten wollen. Bestätigen Sie mit „Weiter“. Nun legen Sie fest, über wie viel Arbeitsspeicher der virtuelle PC verfügen soll. Geben Sie nicht mehr als den halben Wert des verfügbaren Speichers an.

3. Festplatte einrichten
Statten Sie den virtuellen PC mit einer Festplatte aus. Dazu rufen Sie mit „Neu“ den Datenträgerassistenten auf. Gehen Sie auf „Weiter“, markieren Sie „Dynamisch wachsend“ und übernehmen die Einstellung mit Klicks auf „Weiter, Weiter“. Die Laufwerksgröße ist auf 10 GB voreingestellt.
Mit dem Schieber passen Sie die Größe an. Bestätigen Sie mit „Weiter“, dann erscheint eine Zusammenfassung mit den getroffenen Einstellungen. Gehen Sie auf „Abschließen“ zum Beenden des Assistenten.
Damit haben Sie ein dynamisch anwachsendes Laufwerk erstellt. Die Containerdatei dazu legt Virtual Box auf der Festplatte des Hauptrechners ab und ändert deren Größe je nach Erfordernis. Beenden Sie die Einrichtung mit „Weiter“ und „Abschließen“.

4. DVD-Laufwerk ergänzen
Richten Sie ein virtuelles DVD-Laufwerk ein. Klicken Sie dazu im Hauptmenü von Virtual Box Ihren neuen virtuellen PC an und dann rechts im Bereich „Details“ auf den blau eingefärbten Eintrag „CD/DVD-ROM“. Es öffnet sich das Einstellungen-Fenster. Setzen Sie ein Häkchen vor „CD/DVD Laufwerk einbinden“.
Aktivieren Sie den Punkt „CD/DVD Laufwerk des Hosts“, und stellen Sie den Laufwerksbuchstaben Ihres echten DVD-Laufwerks aus. Bestätigen Sie mit „OK“.

5. Netzwerk einrichten
Unter „Netzwerk“ richten Sie bis zu vier Netzwerkkarten ein. Auf den meisten Windows-PCs sinnvoll ist die Netzwerkeinstellung „NAT“: In diesem Modus nutzt der virtuelle PC die IP-Adresse des Host-Computers. Der Gast-PC erhält von Virtual Box eine interne IP-Adresse und hat darüber Zugriff auf Ihr Netzwerk und auf den Internet-Anschluss.
„Hostinterface“: Der virtuelle Rechner darf direkt auf die Netzwerkkarte des Host-PCs zugreifen. Die virtuelle Maschine verhält sich wie ein weiterer PC im lokalen Netz. Der Modus „Internes Netzwerk“ stellt ein virtuelles Netzwerk bereit, das nur für den Host-Rechner und die aktiven virtuellen Computer sichtbar ist.

6. Startassistenten aufrufen
Starten Sie den virtuellen PC mit einem Klick auf „Starten“ im Hauptmenü von Virtual Box. Es erscheint ein Startassistent, der Sie beim Installieren eines Betriebssystems in der virtuellen Maschine unterstützt. Der Assistent öffnet sich immer dann, wenn Sie bei einem neuen virtuellen System zum ersten Mal auf „Starten“ klicken. Nach einem Klick auf „Weiter“ kommen Sie zur Auswahl des Installationsmediums.
Um auf dem virtuellen PC beispielsweise Windows XP zu installieren, legen Sie die Setup-CD in Ihr echtes Laufwerk ein oder mounten ein CD-Abbild im Startassistenten. Klicken Sie auf „Weiter“ und danach auf „Abschließen“.

7. Betriebssystem installieren
Nach dem Start von der Setup-CD beginnt das Installations-Procedere des Betriebssystems. Abhängig von den persönlichen Anforderungen lassen Sie das Setup-Programm die virtuelle Festplatte in mehrere Partitionen aufteilen. Oder Sie verwenden eine große zusammenhängende Partition. Als Dateisystem empfiehlt sich NTFS. Das Kopieren der Daten und die übrige Einrichtung von Windows XP dauern rund eine Stunde.

ISO-Datei statt echtem Laufwerk
Falls Sie ein Betriebssystem von einer CD oder DVD installieren wollen, markieren Sie im „Einstellungen“-Fenster von Virtual Box die Option „CD/DVD Laufwerk des Hosts“ und wählen den Laufwerksbuchstaben Ihres echten CD/DVD-Laufwerks aus. Speichern Sie die Änderung mit „OK“. Wenn Sie das Betriebssystem dagegen von einer ISO-Datei installieren wollen, wählen Sie „ISO-Abbild“ aus und klicken rechts neben dem Feld auf das Ordnersymbol. Es öffnet sich das Fenster des „Managers für virtuelle Medien“. Mit „Hinzufügen“ erscheint ein Dialog, in dem Sie das ISO-Image mit „Öffnen“ und „Auswählen“ einbinden. Klicken Sie auf „OK“.

0 Kommentare zu diesem Artikel
159668