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Zwei Oscar-Screener im Internet aufgetaucht

14.01.2004 | 15:19 Uhr |

Ein "Oscar Screener", also ein Film, der einem Mitglieder der Jury für den Film-Preis Oscar, überlassen worden war, ist Ende vergangener Woche im Internet aufgetaucht. Das bestätigte am Dienstag ein Sprecher der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences", die wie jedes Jahr die Oscars verleiht. Am Mittwoch ist bekannt geworden, dass auch ein weiterer "Oscar Screener" ins Netz gelangt ist, und zwar der neue Tom Cruise-Film "Last Samurai".

Ein "Oscar Screener", also ein Film, der den Mitgliedern der Jury für den Film-Preis Oscar, überlassen worden war, ist Ende vergangener Woche im Internet aufgetaucht. Das bestätigte am Dienstag ein Sprecher der Academy of Motion Picture Arts and Sciences , die wie jedes Jahr die Oscars verleiht (29. Februar). Dabei handelt es sich um den Film "Something´s Gotta Give" von Sony Pictures Entertainment. Sony war auf die Kopie des Screeners im Internet gestoßen und hatte die Academy darüber informiert.

Die Filme werden der Oscar-Jury zur Bewertung überlassen und sind mit einem speziellen Code für die jeweiligen Mitglieder versehen. Laut der "Los Angeles Times" soll die im Internet aufgetauchte Kopie vom Schauspieler Carmine Caridi stammen.

Wie der US-Nachrichtendienst Cnet berichtet, hat eine Sony Pictures-Sprecherin betont, dass das Unternehmen alles getan hätte, um sicherzustellen, dass die Screener nur den Jury-Mitgliedern zugänglich gemacht werden. Nach dem Auftauchen des Films im Internet müsse nun über die weitere Vorgehensweise die Academy entscheiden. Die Details darüber, welche Maßnahmen Sony Pictures getroffen hat, um den Film orten zu können, wenn er im Internet auftaucht, wollte die Sony-Sprecherin nicht nennen.

Am heutigen Mittwoch ist bekannt geworden, dass ein weiterer "Oscar Screener" ins Netz gelangt ist, und zwar der neue Tom Cruise-Film "Last Samurai" von Warner Bros. Warner hat die Academy darüber informiert, konnte aber trotz der Sicherheitsmaßnahmen nicht feststellen, welchem Jury-Mitglied der Film zuzuordnen ist. Unklar ist, ob bei der im Internet aufgetauchte Version die digitale Signatur, die es erlaubt, den Empfänger des Films zu identifizieren, entfernt worden ist.

Bereits im vergangenen Jahr waren einige Oscar-Screener im Internet aufgetaucht, darunter auch eine Fassung des zweiten Teils von Herr der Ringe. In diesem Jahr mussten die Academy-Mitglieder versichern, dass sie dafür Sorge tragen, dass die ihnen überlassenen Filme nicht ins Internet gelangen. Sollte dies dennoch geschehen, droht ihnen der Ausschluss aus der Academy, was in Hollywood-Kreisen als Drama angesehen wird.

Derzeit untersucht die Academy den aktuellen Fall und will vorerst keine Maßnahmen ergreifen, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind.

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