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Zugangskontrolle für den PC

30.07.2014 | 13:09 Uhr |

Die Windows-Anmeldung lässt sich nicht nur per Passwort schützen, sondern auch per Gesichtserkennung oder USB-Stick. Worauf Sie dabei achten müssen, erfahren Sie hier.

Eine Zugangskontrolle zu Ihrem Windows-Konto sollte selbstverständlich sein. Die beste Methode ist dabei die gute alte Passworteingabe. Ist das Passwort lang genug, beißt sich ein Angreifer daran die Zähne aus. Trotzdem kann man sich auch für weniger sichere Entsperrvorrichtungen entschieden.

Wichtig ist aber vor allem eines: Die Daten sind nur dann komplett geschützt, wenn Sie sie auch verschlüsselt haben. Denn auf unverschlüsselte Dateien bekommt ein Profi mit genügend Zeit immer Zugriff.

Die Pro-Version von Windows 8 und die Ultimate-Versionen von Windows 7 und Vista erlauben eine komplette Verschlüsselung des Systems per Bitlocker. Sie starten den Schutz im Kontextmenü des zu verschlüsselnden Laufwerks über „Bitlocker aktivieren“. Sollte Ihr PC keinen TPM-Chip haben, nutzen Sie Bitlocker mit diesem Tipp .

Nutzer von anderen Windows-Versionen können die Ordner- und Dateiverschlüsslung von Windows nutzen (EFS - Encrypting File System). So lassen sich etwa komplette Verzeichnisse mit einem Rechtsklick im Windows-Explorer verschlüsseln. Wählen Sie dazu im Kontextmenü „Eigenschaften ->  Allgemein -> Erweitert -> Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen“.

Doch ganz gleich, ob Sie Bitlocker oder EFS nutzen. Sie sollten in beiden Fällen die automatisch erstellten Schlüssel auf einen externen Datenträger sichern, damit Sie auch dann auf Ihre Daten zugreifen können, wenn Sie Windows mal neu installieren müssen. Bitlocker bietet einen solchen Schlüsselexport gleich bei der Einrichtung an. Bei EFS müssen Sie selber aktiv werden. Eine Anleitung dazu finden Sie hie r.

 

In der folgenden Bildergalerie stellen wir Ihnen kurz und knapp drei Alternativen zur Anmeldung per Passwort vor. Ausführliche Infos zu denn Alternativen finden Sie unterhalb der Galerie.

 

 

Passwort-Alternativen 1: Bildcode in Windows 8

Wer einen PC, Notebook oder Tabletrechner mit Windows 8 nutzt, der kann den neuen Bildcode zum Entsperren des Geräts einsetzen. Dafür wählen Sie ein beliebiges Bild oder Foto aus Ihrer Sammlung aus und setzen darauf eine Kombination aus Punkten, Strichen und Kreisen. Das Ergebnis kann durchaus komplexer sein, als die Mustersperre bei Android-Smartphones und damit auch deutlich sicherer.

Passwort-Alternativen 2: Desktop-Sperre per USB-Stick

Wer seinen Rechner per USB-Stick sperren möchte, kann auf eine ganze Reihe von Freeware-Programmen zurückgreifen. Perfekt sind sie alle nicht, da sich entweder Ihr Schutz leicht aushebeln lässt oder sie sich derart tief in Windows einklinken, dass es schon mal zu Problemen kommen kann. Wer trotzdem seinen PC mit dem USB-Stick entsperren möchte, sollte sich die Freeware Winlockr ansehen.

 Starten Sie das englischsprachige Programm Winlockr und vergeben Sie ein Passwort. Dann stecken Sie einen leeren USB-Stick an den PC und wählen „Install on USB“. Wählen Sie in nächsten Fenster Ihren USB-Stick aus und klicken Sie auf „OK“. Anschließen wechseln Sie in Winlockr auf „USB Unlock“ und bestätigen einen Test des Sticks. Setzen Sie schließlich noch den Punkt bei „Allow onyl USB-Unlock“ und klicken Sie zum Sperren auf „Lock Windows“. Ihr Rechner ist damit gesperrt. Auch ein Neustart entsperrt den PC nicht. Nur mit dem Stick kommen Sie wieder an Ihr Windows-Konto.

 

Passwort-Alternativen 3: Gesichtserkennung per Webcam

Auch am PC können Sie eine Gesichtserkennung für die Anmeldung nutzen. Dafür benötigen Sie eine Webcam und die Shareware Smile-in . Das Programm lässt sich 30 Tage testen, bevor Sie zahlen müssen. Für die Konfiguration setzten Sie sich so vor die Webcam, dass das Bild im Smile-in-Fenster grüne Balken anzeigt. Ist ein Balken rot, dann verändern Sie Ihre Position zur Kamera, bis der Balken auf grün wechselt. Starten Sie dann die Aufnahme.

Wie beim Smartphone auch, lässt sich diese Technik mit einem Foto leicht austricksen. Das verhindern Sie, wenn Sie die „Lebenderkennung“ einschalten (Alle Programme -> Smile-in -> Smile-in Verwaltung). Dann muss der Einbrecher wenigsten ein Video von Ihnen haben, auf dem  Sie direkt in die Kamera schauen und zwinkern.

 

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